Was für ein Drama im niederösterreichischen Flachland! Ein Flurbrand brach aus, der ganze 0,5 Hektar bedrohte. Die alarmierten Feuerwehren aus Grafenwörth, Jettsdorf und Feuersbrunn rückten mit schwerem Geschütz an - also mit mehreren C-Rohren, die so klingen, als kämen sie direkt aus einem Actionfilm.
Die Flammen breiteten sich so aggressiv aus, dass sogar ein angrenzender Windschutzgürtel in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Feuerwehrleute kämpften verbissen eine ganze Stunde gegen das Inferno an. Eine Ewigkeit für solche Profis!
Doch dann das Unglück: Einer der tapferen Floriani bekam Kreislaufprobleme. Der arme Mann war wohl völlig überfordert von der sengenden Hitze von geschätzten 25 Grad und der Anstrengung, Wasser aus einem C-Rohr zu sprühen.
Der alarmierte Samariterbund-Rettungsdienst musste den überanstrengten Helden erstversorgen. Danach brachte man ihn mit Blaulicht und Sirene in die nächste Klinik. Dort wird er nun wegen Kreislaufversagens nach leichtester körperlicher Belastung behandelt.
Die Polizei Grafenwörth, selbstverständlich auch vor Ort, konnte keine weiteren Gefahren feststellen. Was auch nicht verwunderlich ist, bei einem halben Hektar, der schon längst unter Kontrolle war. Aber immerhin hatte man alle wichtigen Behörden versammelt - für den Fall, dass der Wind einmal stärker weht.
Die Feuerwehren konnten nach getaner Arbeit wieder einrücken. Sie hatten die 5.000 Quadratmeter Wald- und Flächenbrand erfolgreich unter Kontrolle gebracht und damit vermutlich das ganze Waldviertel vor der Vernichtung bewahrt. Die Bevölkerung ist den Helden aus Grafenwörth, Jettsdorf und Feuersbrunn unendlich dankbar für ihren couragierten Einsatz beim wohl schwärzesten Tag seit Menschengedenken.