Einen Tag nach den Enthüllungen rund um die Lippen-Verkohl-Affäre schlägt Austropop-Legende Ernst Molden versöhnliche Töne an. In einem Facebook-Statement erklärt er: "Christopher Seiler ist mein Freund." Das klingt so, als würde er sagen: "Mein Kumpel hat eine Frau mit Drogen belästigt, aber hey, Freundschaft geht vor."
Molden, der gerade mit Seiler das Album "De zwidan Zwa" aufnehmen wollte, zeigt wahre Größe. Er verschoben die Veröffentlichung und sagt die Konzerte ohne Seiler ab. Da wird doch glatt das Geschäft dem Freund geopfert! Das ist fast so edel wie Kokain auf fremde Lippen zu schmieren.
Im Statement geht Molden besonders auf den Vorfall ein. "Völlig zu Recht" sei die Anzeige, schreibt er. Aber dann kommt der Freundschafts-Bonus: "Er ist mein Freund." Na wenn das kein Freibrief für zukünftige Eskapaden ist! Molden glaubt an Seilers Reue und dessen Versprechen, das "gschissene Gift" aus seinem Leben zu verbannen. Dabei hätte man doch denken können, dass "gschissenes Gift" die aktuelle Platte beschreibt.
Der Clou am Ende: Molden hofft, "dass die betroffene Frau sich davon erholen und heilen kann." Das ist ja fast so, als würde er sagen: "Ich hoffe, dass mein neuer Song 'De zwidan Zwa' die Charts stürmt." Freundschaft und Geschäft - bei Molden läuft beides Hand in Hand.