Im Fußballclub Neudorf hat man eine neue Strategie entdeckt: Wer nach einer Niederlage Trainer feuert, muss danach unbedingt den Sportmanager behalten. So zumindest die Erkenntnis nach der jüngsten Entlassung von Jürgen Fangmeyer. Denn Gerald Legat, der Mann, der sich nach der Niederlage gegen Bisamberg selbst hinterfragen musste, bleibt dem Verein erhalten.
"Man muss die Ruhe bewahren", sagte Legat am Telefon, während er gemütlich ein Sudoku-Rätsel löste. "Wenn wir jetzt auch noch den Sportmanager feuern würden, wissen wir am Ende gar nicht mehr, wer für das ganze Desaster verantwortlich ist." Tatsächlich scheint Legat einen kühlen Kopf zu bewahren, wo andere schon längst ihre Koffer packen würden.
In Neudorf hat man sich offenbar darauf geeinigt, dass es für einen funktionierenden Fußballklub wichtig ist, zumindest eine Konstante zu haben. Und diese Konstante ist jetzt Gerald Legat. "Der bleibt, egal wie es läuft", erklärte ein Vereinsfunktionär. "Wir könnten auch 10:0 verlieren, und Legat würde immer noch da sein, vielleicht mit einem Schild 'Noch nicht mein Fehler' in der Hand."
Legat selbst sieht seine Rolle eher als Stabilisator. "Ich bin wie der Anker im Sturm", sagte er. "Während alle anderen um mich herum in Panik verfallen, sitze ich hier und warte auf die nächste Niederlage. Das ist mein Job, und den mache ich gut." Tatsächlich hat Legat bereits Pläne für die kommende Saison: "Ich denke über einen 'Niederlagenkalender' nach. Jede Niederlage bekommt ihr eigenes Motiv. Das könnte ein schönes Sammlerstück werden."
Die Fans in Neudorf sind gespalten. Einige finden es gut, dass es jemanden gibt, der die Ruhe bewahrt. Andere fragen sich, ob es nicht vielleicht an der Zeit wäre, auch mal den Sportmanager hinterfragen zu lassen. "Aber was soll's", sagt Legat. "Die wissen schon, warum sie mich behalten. Ich bin der ruhende Pol in diesem Verein, der Fels in der Brandung, der... naja, ihr wisst schon."
Inzwischen hat sich sogar ein Spruch im Verein etabliert: "Was kann schon schiefgehen, solange Legat da ist?" Und Legat selbst? Der lacht nur und sagt: "Ich freue mich auf die nächste Herausforderung. Mal sehen, wie tief wir noch sinken können."