Eine schockierende Enthüllung erschüttert die Nudelwelt: Das, was Verbraucher für "gefüllte Pasta" halten, ist laut VKI meistens nur "sehr hoch verarbeitetes" Industriegepäckel mit einem hübschen Namen.
Die Experten haben 40 Produkte untersucht und festgestellt, dass zwei Drittel davon so stark verarbeitet wurden, dass sie sich kaum noch von Kunststoff unterscheiden. "Bei einigen Produkten fragt man sich schon, ob der Hersteller die Zutatenliste als Vorsatz für eine Krimiserie geschrieben hat", sagte eine Ernährungswissenschafterin, die anonym bleiben möchte, weil sie noch mehr solcher Produkte testen muss.
Besonders brisant: In der "Spinat-Ricotta-Füllung" steckt oft mehr Aromastoffe als Spinat. Der Hersteller eines führenden "Kärntner Kasnudeln"-Produkts räumte auf Nachfrage ein: "Wir verwenden grüne Lebensmittelfarbe, damit die Konsumenten glauben, es sei Gemüse. Echte Spinatblätter würden die Maschinen verstopfen."
Der Verein für Konsumenteninformation fordert nun, dass Hersteller offenlegen müssen, aus welcher Haltungsform die Eier in den Nudeln stammen. "Die Leute haben ein Recht darauf zu wissen, ob ihre Pasta mit Eiern von glücklichen Hühnern oder von Tieren gefüllt ist, die schon während des Legens Netflix gucken durften", so eine VKI-Sprecherin.
Zwei Produkte erhielten die Note "weniger zufriedenstellend", weil die Verpackungsschrift kaum lesbar war. Ein Hersteller rechtfertigte sich: "Wir verwenden absichtlich Mikroschrift, damit die Kunden die Zutatenliste nicht lesen und in Panik geraten. Unsere Nudeln sind so gesund wie ein Aschenbecher aus Schokolade, aber das muss ja keiner wissen."
Die Nudelindustrie kontert die Vorwürfe mit einer überraschenden Verteidigungsstrategie: "Sehr hoch verarbeitet ist das neue Bio. Unsere Nudeln sind so stark manipuliert, dass sie in Zukunft sogar sprechen können. Die erste Generation sagt dann: 'Ich bin gefüllt mit Versprechungen und Zusatzstoffen, aber schmecken tu ich trotzdem.'"
Experten raten Konsumenten, gefüllte Pasta nur als "gelegentliche Mahlzeit zwischendurch" zu konsumieren. "Idealerweise kombiniert mit einer Gemüsebeilage oder einem Salat", empfehlen die Fachleute. "Aber Achtung: Der Salat könnte sich einsam fühlen zwischen all den künstlichen Aromen."
Ein Sprecher der Supermarkt-Kette, in der die getesteten Produkte verkauft werden, zeigte sich irritiert: "Wir dachten, 'sehr hoch verarbeitet' sei ein Qualitätsmerkmal. Nächstes Mal schreiben wir 'von Außerirdischen handgemacht' drauf. Das kommt bestimmt besser an."
Unterdessen arbeiten Forscher an einer neuen Generation gefüllter Pasta, die sich beim Kochen von selbst als das entlarvt, was sie ist: Eine Masse aus Industrieabfällen mit einem Traum vom italienischen Urlaub. "Wir nennen sie schon mal 'Realitätsnudeln'", sagt ein Entwickler. "Die zeigen den Leuten schon beim Aufkochen, dass sie eigentlich nur warme Tapetenkleister mit Identitätskrise sind."