Die Katastrophe kam schleichend. Woche um Woche schrumpften die Zahlen, bis endlich niemand mehr leugnen konnte: Im Hegeringsgebiet Fallbach gehen Hasen und Fasanen ab wie Ziegel. Anstatt die Jager zu beunruhigen, setzte das alles nur in Bewegung. Sie trafen sich im Feuerwehrhaus, doch statt der erwarteten Wildbeobachtung fand eine Personaldiskussion statt.
Rehwildzahlen stabil? Kein Thema. Auf der Tagesordnung stand nur: Wer bekommt die Schuld fuer den Hasen-Ausfall? Der Hegeringleiter schlug Alarm, doch alle dachten nur ans naechste Amt. Die Idee, das Problem mit neuen Strategien zu loesen, kam gar nicht erst auf. Viel wichtiger war, wer die Luecke fuellt, wenn der Vorsitzende abgewaehlt wird.
Nach einer Stunde emotionaler Debatten war klar: Die Hasen sind nicht das Problem. Das Problem sind die Hasen-Jager. Die ganze Sitzung endete im Chaos. Einige forderten ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Vorsitzenden. Andere wollten gleich den gesamten Vorstand abwaehlen. Der einzige, der Ruhe bewahrte, war der Hauskaetzchen des Feuerwehrhauses.
Die absurde Pointe: Am Ende der Sitzung gab es nicht nur weniger Hasen im Revier, sondern auch einen neuen Rekord bei den Beamten-Abgangsquoten. Die Moral der Geschichte: Wenn Hasen und Fasanen abtauchen, bleiben die Jager zurueck. Und wenn die Jager sich zerstreiten, bleiben nur noch die Katzen.