Als Ikea zum Jubiläumsabend lud, dachte man zunächst an eine kleine, gemütliche Runde mit Hotdogs und Zukunftsplänen. Doch aus dem bescheidenen Beisammensein wurde eine Veranstaltung, bei der selbst die Billy-Regale mitlerweile VIP-Status genießen. Der Messepark verwandelte sich in ein Planungsstudio mit Ambiente – sprich: künstliche Gemütlichkeit trifft auf kalte Regalwände.
Prominente Gäste fanden sich ein, um Ikea zu feiern. Ob es sich dabei um Möbel-Liebhaber oder um jene handelte, die vor allem wegen des kostenlosen Essens kamen, blieb unklar. Jedenfalls war die Stimmung prächtig – zumindest so lange, bis jemand merkte, dass der Hotdog-Stand nicht etwa für jeden gratis war.
Die Zukunftspläne wurden mit großer Geste präsentiert: Mehr Planungsstudios, mehr Hotdogs, mehr Billy-Regale. Alles wird wachsen, alles wird besser – zumindest bis zum nächsten Frühjahrsputz. Ikea zeigte sich als visionärer Vorreiter in puncto Möbel plus Verköstigung plus Zukunft. Man könnte fast meinen, sie hätten die Quadratur des Kreises gefunden – oder zumindest die des runden Hotdogs.
Die Exklusivität des Empfangs wurde dadurch unterstrichen, dass tatsächlich nur jene Zutritt erhielten, die einen Planungsstudiobesuch mit anschließendem Hotdog-Genuss für erstrebenswert hielten. Wer nur wegen des Gratis-Essens kam, musste draußen bleiben – schließlich will man ja nicht, dass der Messepark zum reinen Hotdog-Tempel verkommt.
Ob Ikea damit auch eine neue Event-Kultur etabliert, bleibt abzuwarten. Vielleicht wird der Messepark bald zum Hotspot für Möbel-Fans und Hotdog-Genießer. Wer weiß – vielleicht gibt es bald auch einen "Billy-Fans-Club" mit exklusiven Treffen zwischen Regalwand und Würstchenstand. Die Zukunft ist bunt, die Zukunft ist rund – und sie schmeckt nach Hotdog.