Nachdem Donald Trump offiziell den Umzug nach Grönland angekündigt hat und bereits seine goldverkleidete Wikingerschiffchen-Witwe auswählt, haben sich Island und die EU entschlossen, gemeinsam eine Schnell-Einkaufstherapie gegen Angst zu starten. Das neue Verteidigungsabkommen sieht vor, dass die EU künftig isländische Rentiere bewaffnet und dass Island im Gegenzug EU-Kommissaren kostenlosen Zugang zu seinen heißen Quellen gewährt - was angesichts der Temperatur der meisten EU-Politiker ohnehin eine Selbstverständlichkeit ist.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte bei der Unterzeichnung, dass es sich um einen "wichtigen Meilenstein" handle. Was genau da gemeißelt wird, wollte sie allerdings nicht verraten. Insider vermuten allerdings, dass es sich um ein Denkmal für den EU-Bürokratismus handelt, der nun endlich auch die Arktis erobert hat. Island seinerseits verspricht sich von dem Abkommen vor allem, dass endlich jemand anderes als die USA die Rechnung für die NATO-Präsenz bezahlt. Die Amerikaner hatten zuletzt damit gedroht, ihre Soldaten durch einen einzigen sehr laut bellenden Husky zu ersetzen.
Besonders brisant ist die Tatsache, dass Island über keine eigenen Streitkräfte verfügt. Das Land setzt stattdessen auf eine innovative Verteidigungsstrategie: Es friert potenzielle Aggressoren mit seinem ewigen Winter ein, bevor diese überhaupt merken, dass sie angegriffen werden sollen. Kritiker bemängeln, dass diese Strategie bei Klimawandel nicht mehr lange funktionieren könnte. Die EU reagiert darauf gelassen: Man arbeite bereits an einem Plan, die isländischen Gletscher mit EU-Verordnungen zuzukleben.
Das Timing des Abkommens ist bemerkenswert, da Island kurz vor einem Referendum über EU-Beitrittsverhandlungen steht. Die Regierung hofft offenbar, dass die Aussicht auf gemeinsame Verteidigungsübungen mit der EU - bei denen man sich gegenseitig beim Aussprechen komplizierter Kommissionsnamen übertölpelt - die Bevölkerung überzeugt. Tatsächlich zeigen erste Umfragen, dass 87 Prozent der Isländer ein EU-Beitritt positiv gegenüberstehen, wenn sie dafür gratis EU-Fördergelder für den Bau einer riesigen Mauer aus Moos und Lavasteinen erhalten.
Besonders erfreut zeigte sich auch der isländische Vulkanismus-Verband. Er sieht im Verteidigungsabkommen die Chance, aktive Vulkane als Abschreckungswaffe zu registrieren. Die EU prüft derzeit, ob eine EU-weite Warnung vor Aschewolken unter das Verteidigungsbudget fällt oder unter das Umweltkatastrophen-Solidaritätsprogramm. Unabhängig davon hat Island bereits angeboten, im Krisenfall EU-Delegierte gegen feindliche Eisbären einzutauschen - eine Win-win-Situation, da beide Seiten ohnehin nicht wissen, was sie mit den Tieren anfangen sollen.