Die KI-Rallye ist nicht nur keine Blase - sie ist ein regelrechter Profit-Tsunami, der jeden Investorenkopf bis zum Platzen aufpumpt. Jan Beckers, Gründer von BIT Capital, hat offenbar einen Gehirnwellenmonitor, der schon nach dem ersten "Magnificent Seven" das Wort "Blase" automatisch löscht. Stattdessen spricht er vom "Anfang eines Booms", was nach einem Astronomen klingt, der gerade ein neues Universum entdeckt hat, das nur aus Dollarnoten besteht.
Doch warum bei den Hyperscalern aufhören, wenn man auch in die KI-Unternehmen investieren kann, die noch nicht einmal an der Börse sind? OpenEvidence hilft Ärzten, richtig zu diagnostizieren - perfekt für jene Anleger, die sich schon immer gefragt haben, ob sie lieber in die Heilung oder die Krankheit investieren sollen. Midjourney, das auf generative KI fokussiert ist, hat sich darauf spezialisiert, Bilder zu erzeugen, die noch niemand haben wollte. Sierra, die KI-Plattform für Kundenservice, wird jetzt schon eingesetzt, um zu erklären, warum die KI den Kundenservice nicht erledigen kann. Und Cursor, dessen Programmiertool Microsoft angegriffen hat? Das ist wie ein Duell zwischen zwei Schwertern, bei dem beide Klingen aus Papiergeld bestehen.
Der wahre Engpass bei der KI-Entwicklung ist nicht die Nachfrage, sondern der Strom. Hier kommt der brillante Einfall: Bitcoin-Miner, die ihre Server-Höllen nun auch für KI-Netze nutzen! Die Rechner, die bisher nur Unsummen an Strom verbrannten, um imaginäre Münzen zu schürfen, sind jetzt auch noch für die Zukunft der Intelligenz zuständig. Oder man investiert in Energiefirmen - denn wer braucht schon Kohle und Atomkraft, wenn er mit KI die ganze Welt erleuchten kann?
Tilmann Galler von JP Morgan Asset Management sucht ebenfalls nach Investmentchancen abseits der "Magnificent Seven" - oder wie er es nennt: "Diversifikation". Unter den 493 Werten des S&P 500, die nicht zu den Tech-Giganten gehören, findet man Finanzunternehmen wie JP Morgan, Visa, Mastercard und Goldman Sachs. Perfekt für jene, die schon immer mal ein Stück vom Kuchen haben wollten, der aus Zinsen, Gebühren und komplizierten Finanzprodukten besteht. Selbst Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway fällt in diese Kategorie - ein Konglomerat, das so breit aufgestellt ist, dass es selbst in einer Apokalypse noch profitabel wäre.
Die größten "Other 493"-Firmen sind eine bunte Mischung aus Pharmakonzernen, Handelsketten und allem, was irgendwie noch nicht von der KI verschlungen wurde. Eli Lilly, der Pharmakonzern, der sich kurzzeitig unter den Billionen-Dollar-Konzernen befand, hat wohl entdeckt, dass man mit Medikamenten auch Geld verdienen kann - eine Erkenntnis, die die Anleger in Begeisterung versetzt hat. Walmart, die Handelskette, die ebenfalls das Billionen-Dollar-Niveau erreichte, hat wohl erkannt, dass man mit dem Verkauf von allem, was irgendwie noch nicht digitalisiert wurde, ebenfalls reich werden kann.
Megakonzern Broadcom, das sind 493 Firmen, die sich zusammengeschlossen haben, um den verbleibenden sieben Konzernen zu zeigen, dass man auch ohne KI und ohne Tech noch Geld machen kann - nämlich mit Pharma, Handel und allem, was noch irgendwie funktioniert. Die Zukunft gehört denen, die noch nicht einmal wissen, dass sie Teil einer Blase sind.