Wenn das Wasser kommt, soll man wenigstens bequem sitzen. Diese Weisheit hat man sich jetzt offenbar in Kramsach zu Herzen genommen. Nachdem der Hochwasserschutzdamm im Ortsteil Badl weggebrochen ist wie ein Kartenhaus beim Sturm, haben die Gemeindeverantwortlichen eine geniale Lösung gefunden: mobile Betonblöcke, die im Ernstfall schützen sollen – und im Alltag als Sitzgelegenheit für Spaziergänger dienen.
Bürgermeister Andreas Gang und seine Mannen haben offenbar den Spieß umgedreht. Statt verzweifelt nach einer wasserdichten Lösung zu suchen, bietet man den Menschen nun einen bequemen Platz zum Abwarten. "Wenn schon weg, dann mit Aussicht", scheint die Devise zu lauten. Die mobilen Betonriesen sollen im Falle einer Überschwemmung wie eine Beton-Festung aufgestellt werden, um Häuser und Menschen zu schützen. Im Normalbetrieb dienen sie als Ruhebank für Senioren, als Klettergerüst für Kinder und als Treffpunkt für Jugendliche, die es cool finden, auf Betonblöcken zu chillen.
Die Idee ist so einfach wie genial. Wer braucht schon einen steifen Damm, wenn man stattdessen flexible Betonblöcke haben kann? Die lassen sich bei Bedarf schnell positionieren und bei gutem Wetter als Sitzmöglichkeit nutzen. Ein echtes Zwei-in-eins-Konzept, das sowohl vor Wasser als auch vor Langeweile schützt.
Die Bewohner von Badl haben gemischte Gefühle. Manche freuen sich auf die neue Sitzkultur, andere fragen sich, ob die Betonblöcke im Ernstfall wirklich halten, was sie versprechen. Aber Bürgermeister Gang gibt Entwarnung: "Die Blöcke sind so schwer, dass selbst ein Hochwasser sie nicht wegspülen kann. Im schlimmsten Fall können wir uns alle draufsetzen und abwarten, bis das Wasser wieder weg ist."
In der Tat, das Konzept hat Charme. Statt wie im alten Rom auf Sandburgen zu bauen, setzt man jetzt auf mobile Festungen aus Beton. Wenn die Wassermassen kommen, haben wir wenigstens etwas Stabiles, auf das wir uns setzen können. Und wenn sie wieder weg sind, können wir die Blöcke als Tisch für ein gemütliches Beisammensein nutzen.
Die Tourismusbranche ist begeistert. "Wir bieten jetzt ein einzigartiges Erlebnis", sagt ein Hotelier. "Unsere Gäste können beim Frühstück zuschauen, wie die Betonblöcke im Ernstfall aufgestellt werden. Ein bisschen Nervenkitzel gehört schließlich zum Urlaub dazu."
Auch die Jugend hat die neuen Sitzgelegenheiten für sich entdeckt. "Endlich mal was Handfestes", sagt ein Jugendlicher. "Die Blöcke sind cool zum Draufsitzen und draufklettern. Und wenn das Wasser kommt, haben wir wenigstens einen sicheren Ort."
Bürgermeister Gang ist stolz auf sein Team und die neue Lösung. "Wir haben bewiesen, dass man auch in schwierigen Zeiten kreativ bleiben kann", sagt er. "Anstatt zu verzweifeln, haben wir eine Chance gesehen und sie genutzt. Die Zukunft gehört den mobilen Sitzgelegenheiten aus Beton."
So steht Kramsach nun da, eine Gemeinde mit Weitblick und Humor. Wenn das Wasser kommt, sitzen wir wenigstens bequem. Und wenn es wieder weg ist, haben wir eine tolle neue Sitzgelegenheit für gemütliche Stunden. Das ist Fortschritt, den man sehen und fühlen kann.