Politik Satire Niederösterreich

Loosdorf plant Zukunft - und Bürger sollen mal wieder was beitragen

In Loosdorf ist man offenbar der Meinung, dass die Zukunft der Gemeinde noch nicht vollständig durchgeplant ist. Daher lädt SPÖ-Bürgermeister Thomas Vasku am 24. März alle Interessierten zu einem Workshop ein, bei dem gemeinsam eine neue Strategie erarbeitet werden soll. "Wir wollen Loosdorf nicht nur als Wohn- und Wirtschaftsstandort stärken", erklärt Vasku, "sondern auch unseren Ortskern als lebendigen Treffpunkt für alle Generationen gestalten."

Was das genau bedeutet, bleibt sein Geheimnis. Vermutlich soll der Ortskern weniger tot und mehr lebendig werden. Das ist zumindest die naive Hoffnung der Gemeinde, die offenbar noch nie von Youtube und Netflix gehört hat.

Der Workshop soll der Auftakt für zwei Zukunftsprojekte sein: die "Gemeindevision Loosdorf" und das "Ortsmarketing". Beide klingen verdächtig nach Dingen, die sich Marketing-Fuzzi und Visionäre ausdenken, wenn ihnen sonst nichts Besseres einfällt. "Handelsbetriebe, Vereine und Gemeindebürger sollen ihre Ideen einbringen", verspricht Vasku. Ob er damit die Ideen meint, die man üblicherweise in der Gemeinde einbringt? Also: "Hier ist alles super, wie es ist" und "Könnt ihr euch mal wieder um was anderes kümmern"?

Viele Loosdorfer Bürger haben jedenfalls schon eine genaue Vorstellung, was sie zum Workshop beitragen können: nichts. "Ich wohne hier, weil's hier ruhig ist", sagt ein Anwohner. "Wenn ihr die Zukunft plant, plant sie woanders. Am besten in der Nachbargemeinde, die ohnehin immer neidisch auf uns war."

Ein anderer Loosdorfer, der anonym bleiben möchte, weil er schon schlechte Erfahrungen mit der Gemeinde gemacht hat, meint: "Ich dachte, die Gemeinde wird von Leuten verwaltet, die dafür bezahlt werden. Wenn jetzt alle mitmachen sollen, warum zahle ich dann noch Steuern? Ich bringe höchstens meine Bierflasche mit und setze mich in die erste Reihe. Dann kann ich während der Versammlung weiter Youtube gucken."

Tatsächlich ist die Idee, Bürger zur Mitarbeit an der Zukunft ihrer Gemeinde zu bewegen, ausgesprochen altmodisch. In Zeiten, in denen sich jeder nur noch um sich selbst kümmert und Gemeinschaft als überholtes Konzept aus der Vor-Facebook-Ära gilt, wirkt so etwas geradezu revolutionär. "Ich finde die Idee toll", sagt eine ältere Dame, die schon seit 40 Jahren in Loosdorf wohnt. "Endlich mal was Neues! Ich hoffe, es gibt Kaffee und Kuchen. Und einen würd ich auch noch kennenlernen."

Ob der Workshop tatsächlich etwas an der Zukunft Loosdorfs ändern wird, ist ungewiss. Die Gemeinde wird ihn wohl als Erfolg verbuchen, egal wie viele Leute kommen und was dabei rauskommt. Schließlich hat man ja etwas getan. Und wenn danach alles beim Alten bleibt, kann man sich immer noch einreden, dass die Bürger eben keine guten Ideen hatten. Oder dass sie zu faul waren, welche einzubringen.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 20. März 2026, 07:21 Uhr