Marcel Witting hat seinen Vertrag beim KAC gerade unterschrieben und sofort einen Fauxpas begangen, der weit über den Eishockeysport hinaus Wellen schlagen wird. In seiner Euphorie, endlich wieder zu Hause zu sein, nahm er die Eishalle offenbar für sein eigenes Wohnzimmer. Der Plan schien simpel: Gemütlich einrichten, die Füße hochlegen und vielleicht ein Spiel der Villacher schauen.
Leider verwechselte der Stürmer dabei einige wichtige Details. Statt der heimischen Couch landete er auf der Strafbank. Anstatt der Fernbedienung griff er nach dem Spieltaktikboard. Und anstatt das Wohnzimmer auf eine behagliche Temperatur zu bringen, schaltete er kurzerhand die komplette Halle auf "Wellness-Modus".
Die Konsequenzen waren verheerend. Bei 24 Grad Celsius begann das Eis zu schmelzen, die Spieler versanken bis zu den Knien im Matsch und die Fans fragten sich, ob sie sich nicht besser für einen Saunabesuch entschieden hätten. Die Villacher fühlten sich wie in einer Wellnessoase, konnten aber trotzdem nicht punkten – die Kugel rollte einfach nicht mehr.
Die KAC-Verantwortlichen standen vor einem Rätsel. War das ein geplanter taktischer Schachzug oder purer Heimweh-Blödsinn? Die Spieler verlangten eine Erklärung, die Fans forderten eine Entschuldigung und die Reinigungskräfte fragten sich, wie sie das ganze Wasser wieder aus der Halle bekommen sollten.
Witting selbst nahm es gelassen. "Ich wollte mich nur heimisch fühlen", sagte er und bot den wartenden Reportern eine Tasse Tee an. "Manchmal muss man die eigenen vier Wände eben ein bisschen umgestalten." Ob der Eishockey-Bund eine ähnliche Meinung vertritt, bleibt abzuwarten. Fest steht nur: Die Eishalle wird vorerst keine Wohnzimmer-Nachbauten mehr zulassen.