In einer Welt, in der Popcorn zum wichtigsten geopolitischen Analysetool avanciert, hat Außenministerin Beate Meinl-Reisinger eine bahnbrechende Erkenntnis gewonnen: Regimewechsel im Iran von außen zu erzwingen, ist nicht nur naiv, sondern vermutlich auch anstrengend. Wer hätte das gedacht?
"Wir haben keinerlei Sympathien für das iranische Regime", erklärte Meinl-Reisinger, "aber wenn wir schon einen Krieg anfachen, dann bitte mit Stil." Die Außenministerin plädiert stattdessen für einen gemäßigteren Ansatz: Zuschauen, Popcorn essen und gelegentlich besorgt den Kopf schütteln. "Das ist nicht nur weniger anstrengend, sondern auch deutlich europäischer", so die Ministerin.
Besonders clever ist ihre Analyse der aktuellen Lage: Während alle Welt über den Iran-Krieg debattiert, sitzt Wladimir Putin im Kreml und isst Popcorn. "Ich vermute mal, er hat extra extra große Tüten bestellt", mutmaßt Meinl-Reisinger. Der russische Präsident profitiere derzeit doppelt: durch steigende Energiepreise und durch das weltweite Chaos, das ihn in seinem Popcorn-Genuss nicht stört.
Die Außenministerin ortet zudem eine gefährliche Entwicklung: Europäer, die glauben, sie könnten in den Iran-Konflikt eingreifen. "Das ist nicht unser Krieg", betont sie, "es sei denn, es gäbe gratis Popcorn für alle Beteiligten." Stattdessen fordert sie einen konsequenten Kurs der passiven Beobachtung, kombiniert mit gelegentlichem Schulterzucken.
Besonders brisant ist ihre Prognose für den Fall eines Waffenstillstands: Dann könne man über ein Engagement in der "Straße von Hormuz" nachdenken. "Aber nur, um zu schauen, ob da noch jemand anderes Popcorn isst", präzisiert die Ministerin. Eine Beteiligung sei derzeit nicht vorstellbar, "außer vielleicht als zuschauender Beirat für Knabbertechniken".
Auch die österreichische Bevölkerung scheint langsam umzudenken. "Mittlerweile ist die Mehrheit der Ansicht, dass Neutralität nicht schützt", konstatiert Meinl-Reisinger. "Aber immerhin schützt sie vor unangenehmer körperlicher Anstrengung." Die Ministerin fordert daher mehr "intellektuelle Verteidigungsunion" - also eine Allianz von Menschen, die gemeinsam über geopolitische Zusammenhänge nachdenken können, während sie Popcorn knabbern.
Ihr Credo: Europa muss sich zwar auf "eigene Beine stellen", aber bitte nicht zu schnell. "Ein gemächlicher Gang reicht völlig aus", meint die Außenministerin. "Schließlich wollen wir ja niemandem Angst machen - außer vielleicht denjenigen, die denken, wir würden uns zu sehr anstrengen."
Zum Abschluss ihrer Analyse gibt Meinl-Reisinger noch einen weisen Rat: "Wenn wir schon keinen Regimewechsel schaffen, sollten wir zumindest sicherstellen, dass wir währenddessen gut unterhalten sind." Ob das nun durch Popcorn, Netflix oder geopolitische Analysen geschieht, bleibt jedem selbst überlassen.