Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA steht vor einem Rätsel: Warum ist dieser Meningokokken-Ausbruch so erfolgreich? Die Bakterien haben eine bessere Marketingstrategie als jedes Dating-Portal. Während Tinder mit durchschnittlich 200 Matches pro Tag kämpft, verzeichneten die Meningokokken in Canterbury über 1500 "verbindliche" Begegnungen in nur einer Woche.
Die Bakterien haben offenbar das Problem vieler Studenten erkannt: Die ewige Suche nach der wahren Liebe ist anstrengend. Die Meningokokken haben kurzerhand ein Speed-Dating-Format erfunden, bei dem die Teilnehmer*innen nicht mehr wischen müssen, sondern nur noch niesen. Der Clou: Jeder Nieser garantiert mindestens zwei neue Kontakte, oft sogar mehr. Die Quote ist so beeindruckend, dass selbst Dating-Coaches aus London nach Canterbury reisen, um von den Bakterien zu lernen.
Besonders erfolgreich war die Meningokokken-Kampagne im Nachtclub "The Blarney Stone" in Canterbury. Der Club, der bisher für seine klebrigen Tische bekannt war, hat plötzlich die höchste Vermittlungsquote aller britischen Nachtclubs. Die Betreiber überlegen ernsthaft, das Konzept beizubehalten: "Die Gäste bleiben länger, tanzen mehr und gehen dafür seltener ins Bett. Ein perfektes Geschäftsmodell!"
Die Universität Kent hat bereits auf die neue Situation reagiert. Statt Präsenzprüfungen gibt es jetzt ein Speed-Dating-Event mit dem Titel "Meningokokken meets Mathe". Die Idee: Wer mindestens drei Partner*innen findet, bekommt automatisch einen Studienplatz. Die Universität verspricht sich davon nicht nur bessere Noten, sondern auch eine höhere Zufriedenheit der Studierenden. "Wenn die Studenten schon nicht lernen, dann sollen sie wenigstens etwas Sinnvolles tun", erklärte der Rektor.
Die Gesundheitsbehörde UKHSA hat eine Hotline eingerichtet, doch die Berater*innen haben ein Problem: Sie können nicht zwischen besorgten Anrufen und euphorischen Dating-Reports unterscheiden. "Wir bekommen Anrufe wie: 'Ich hatte gestern Abend vier neue Kontakte, ist das normal?' oder 'Meine Freundin hat sich bei mir angesteckt, sollen wir heiraten?'" Ein*e Berater*in berichtete: "Wir wissen nicht mehr, ob wir Gesundheitstipps geben oder Beziehungsrat anbieten sollen."
In Österreich wird die Meningokokken-Impfung ab dem zweiten Lebensmonat empfohlen. Die britische Gesundheitsbehörde überlegt, das anders zu formulieren: "Impfung ab dem zweiten Lebensmonat, aber danach Tinder bis zum Studium." Der Vorteil: Die Impfung schützt vor den schlimmsten Symptomen, während Tinder die Studenten auf die reale Welt vorbereitet.
Die Meningokokken haben auch das Problem des Small Talks gelöst. Bisher mussten sich Menschen auf Partys mühsam unterhalten, um herauszufinden, ob sie zueinanderpassen. Jetzt reicht ein gemeinsamer Nieser, um die Chemie zu testen. Die Bakterien haben bewiesen: Wer zusammen niest, bleibt auch zusammen.
Die Gesundheitsbehörde warnt weiterhin vor den Symptomen der Krankheit. Doch viele Studenten sehen das gelassener: "Wenn die Meningokokken so gut vermitteln, sind Kopfschmerzen und Fieber ein akzeptabler Preis." Die Bakterien haben also nicht nur eine Gesundheitskrise ausgelöst, sondern auch eine gesellschaftliche Debatte: Ist es moralisch vertretbar, sich für bessere Dating-Chancen anzustecken?
In Canterbury wird der Meningokokken-Ausbruch bereits als "die größte Liebesrevolution seit der Erfindung des Alkohols" gefeiert. Die Bakterien haben bewiesen, dass sie nicht nur Krankheitserreger sind, sondern auch hervorragende Partnervermittler. Die britische Gesundheitsbehörde überlegt ernsthaft, das Ganze als "Meningo-Match" zu vermarkten. Der Slogan: "Finde deine Liebe - und vielleicht auch deine Leber."