Endlich wieder ein Hoffnungsträger für den österreichischen Sport! Lily Carlson, gerade einmal 1,80 Meter groß, hat mit ihrem Stabhochsprung die Tiroler Sportszene in einen kollektiven Ausnahmezustand versetzt. 4,51 Meter über Grund – das ist nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern offenbar auch die magische Höhe, ab der man seine Loyalitäten neu sortiert.
Die junge Amerikanerin landete mitten in Innsbruck und beschloss kurzerhand, dass sie sich hier pudelwohl fühlt. "Die Luft ist so dünn, da muss man ja fast springen, um atmen zu können", erklärte sie bei ihrem Vereinswechsel. Die Tiroler Sportfunktionäre hatten Tränen in den Augen, als sie die Unterschrift unter den Vertrag setzte. Nicht vor Rührung, sondern vor Freude darüber, dass sie endlich wieder jemanden haben, der den Staatskanzler beim Flaggenhissen locker übertrumpfen kann.
Der Wechsel kam überraschend, aber durchaus logisch. Wer einmal in Tirols Höhenluft geschnuppert hat, will danach eigentlich nur noch weg oder gleich bleiben. Lily entschied sich für Letzteres. "Hier gibt es mehr Berge als im Fitnessstudio Laufbänder", sagte sie bei ihrer Vereinsvorstellung. Die lokalen Trainer nickten ehrfürchtig, als könnten sie die Logik endlich verstehen.
Ihre olympischen Ambitionen sind durchaus ambitioniert. Über die Europameisterschaft will sie sich für Olympia 2028 qualifizieren. Danach plant sie, die österreichische Fahne so hoch zu halten, dass selbst die Schweizer neidisch werden. Die österreichische Sportministerin hat bereits angekündigt, ihr persönlich die Hand zu schütteln – sofern Carlson sich danach nicht wieder umentscheidet.
Kritische Stimmen, die fragen, ob 4,51 Meter wirklich Weltklasse sind, werden in Tirol derzeit als Nestbeschmutzer bezeichnet. Man sei stolz auf die junge Athletin und wolle sie nicht mit Fakten konfrontieren. "Sie springt höher als die meisten Bundesbürger denken", sagte ein Funktionär mit leuchtenden Augen.
Ob Lily Carlson tatsächlich die neue Hoffnung des österreichischen Sports ist oder nur eine sehr talentierte Touristin, die die österreichische Staatsbürgerschaft als Souvenir mitnehmen wollte, wird sich zeigen. Bis dahin genießt man in Tirol den Glanz des bevorstehenden Erfolgs und hofft, dass die junge Dame nicht beim nächsten Wettkampf im Ausland plötzlich wieder für die USA startet. Falls ja, müsste man ihr wohl den Stabhochsprung-Stab wegnehmen – und ihr ein Dirndl anziehen.