Der Österreichische Skiverband hat auf der gestrigen Vorstandssitzung entschieden, alle Biathlon-Wettkämpfe sofort abzusetzen. Zur Begründung hieß es, "wenn schon die Helden des Winters keine Lust mehr haben, brauchen wir auch keine Medaillen mehr". Die Medaillenbügel sollen in Zukunft als Flaschenöffner umgenutzt werden.
Die nächste Saison beginnt am 1. Dezember mit der vereinsinternen Abfahrt. Wer zuletzt ins Tal kommt, muss den Lift finanzieren. Der Staatssekretär für Wintersport hat das Vorgehen des Verbandes bereits gelobt: "Das ist ein konsequenter Schritt. Wer will sich auch schon weiter für Wintersportler interessieren, die nichts mit dem Ski zu tun haben?".
Auch die Trainerposten werden neu besetzt. Der neue Cheftrainer heißt "Franz Abfahrer", sein Assistent "Karl Slalom". Das Konditionstraining soll ausfallen, weil "Kraft eh nur auf der Piste zählt". Biathlon-Pistolen werden künftig als Grillzangen verwendet.
Der ÖSV plant außerdem die Gründung einer eigenen TV-Sparte. Die Sendung "Winter in Österreich" soll ab November nur noch aus Bildern von schneebedeckten Pisten bestehen. Sportkommentatoren werden zu Lift-Bedienungen umgeschult. "So spart man sich den gesamten Sport und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren", sagt der Verbands-Vizepräsident.
Der Olympia-Verband hat bereits reagiert. Um den verbleibenden Athleten eine Perspektive zu bieten, wird der Abfahrts-Weltcup ab 2026 mit eigenem Medaillenregen ausgestattet. Jeder Starter erhält für die Teilnahme eine Medaille, für den 2. Platz gibt es einen Gutschein für eine Bergfahrt mit dem Lift und für den 1. Platz ein Brettl Pommes mit Ketchup. Die Verleihung findet jeweils am Lift-Ausgang statt.
Eder selbst hat auf die Entscheidung mit den Worten reagiert: "Ich habe immer gesagt, dass ich aufhöre, wenn es nicht mehr geht. Aber ich dachte, ich meine das sportlich." Hauser hingegen plant bereits den nächsten Karriereschritt. Sie will künftig als Bergführerin arbeiten und Skifahrern die richtige Spur über die Piste zeigen. "Das ist ja schließlich das Einzige, was jetzt noch zählt."