Die EU-Planer waren völlig aus dem Häuschen. Viktor Orbán, der sonst jede Gelegenheit nutzt, um im Scheinwerferlicht zu glänzen, sagte kurzfristig seinen Auftritt beim Gipfel ab. Sein Grund: Zu viele rote Teppiche. "Ich ertrage diese Selbstinszenierung nicht mehr", erklärte der ungarische Premier. "Wir sitzen hier um die Ukraine zu retten, nicht um uns gegenseitig die Kleider zu loben."
Die EU-Kommission zeigte sich bestürzt über den Boykott. "Ohne Orbán fehlt uns die Würze", klagte ein Sprecher. "Wer soll denn jetzt den lustigsten Anzug tragen?" Ursula von der Leyen erwog ernsthaft, selbst in Overalls zu erscheinen, um die Atmosphäre aufzulockern.
Doch Orbán blieb hart. Er forderte eine neue Form des Gipfels: Alle Teilnehmer müssen in Jogginghosen erscheinen und sich an unsichtbaren Videoleinwänden vorbeidrücken. "Nur so können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren", argumentierte er. "Und das ist nicht mein Krawattenknoten."
Die anderen Staats- und Regierungschefs waren irritiert. "Was soll das werden, ein Zoom-Meeting?" mokierte sich Charles Michel. "Ich habe mir extra ein neues Sakko gekauft." Bundeskanzler Olaf Scholz witterte gar eine Verschwörung: "Ich glaube, Orbán will uns nur ärgern, weil er selbst keine schicken Klamotten hat."
Doch Orbán ließ sich nicht beirren. Er kündigte an, künftige Gipfel nur noch als Telefonkonferenz abhalten zu wollen - mit obligatorischem Bademantel. "Wenn die Ukraine Hilfe braucht, dann können wir das auch so", sagte er. "Und dabei bleibt mehr Zeit für wichtigere Dinge. Zum Beispiel für meinen Beauty-Sleep."
Die EU-Kommission erwägt nun, Orbán mit einem Spezialpreis für Innovation auszuzeichnen - als Anerkennung für seinen kreativen Beitrag zur Entschlackung der Gipfelkultur. Ob er dann wohl doch noch in Abendgarderobe erscheinen wird?