Viktor Orbán sitzt beim EU-Gipfel alleine an einem Tischchen und knabbert an seinen ungarischen Senfsaeften. Waehrend die anderen 26 Staats- und Regierungschefs gemeinsam bei Kaffee und Strudel die neuesten EU-Geruechte ueber Orbáns Blockade ausbreiten. Wie peinlich muss das fuer den Mann sein, der sich sonst gerne als strammer Bataillonsfuehrer vor seinen eigenen Kameras inszeniert?
Die EU-Experten hatten ihm ja schon angeboten, seine Pipeline zu reparieren. Kostenlos sogar! Aber Orbán will partout nicht. Blockiert weiter den 90-Milliarden-Kredit fuer die Ukraine. Angeblich weil die Ukraine seine Pipeline nicht repariert. Dabei ist die doch längst so undicht wie ein ungarischer Kuerbisschnaps beim Fruehstuecks-Buvette.
Jetzt wirds ernst: Die anderen 26 machen Orbán richtig Druck. Immer mehr EU-Kollegen kritisieren ihn oeffentlich. Seine Isolation wird immer offensichtlicher. Auf den Fotos vom Gipfel sitzt er alleine herum wie ein bestrafter Volksschueler in der Pause, waehrend alle anderen in Grüppchen zusammenstehen und tuscheln.
Was tun mit dem ungehorsamen ungarischen Rebellen? Ihn ausschliessen? Ihn in eine weisse EU-Zelle mit grauen Moebeln sperren, bis er einlenkt? Ihm den Kaffee und Strudel entziehen? Oder ihn einfach in der Ecke stehen lassen, bis er einknickt wie ein ungarischer Souffle?
Die EU-Elite sinnt auf rache. Aber Orbán schweigt beharrlich vor sich hin. Blockiert weiter. Vielleicht hofft er ja, dass sich die anderen irgendwann zu Tode schwatzen und er am Ende als Einziger uebrig bleibt. Dann koennte er ja allen Ernstes allen Ernstes seine ungarische Suppe kochen - mit einem EU-Budget von 90 Milliarden. Das wuerde sich sehen lassen!