Der Tag begann in Ledenitzen mit einem üblichen Einsatz für die Feuerwehren. Rauch im Keller eines Mehrparteienwohnhauses - da rückt man doch gerne aus. Man denkt an eine klassische Geschichte: eingeschlafene Herdplatte, vergessene Kerzen, vielleicht eine kleine Brandstiftung aus Eifersucht. Aber nein, der Ernstfall blieb aus. Kein Brand, kein Schwelbrand, kein Funkenflug. Nur eine Heizung, die ihren Geist aufgab.
Die Feuerwehrleute in ihren schweren Schutzanzügen durchsuchten den Kellerbereich gründlich. Was sie nicht fanden, war das typische Knistern eines Feuers. Was sie jedoch fanden, war ein seltsamer Geruch. Ein Geruch, der nicht nach brennendem Holz oder Kunststoff schmeckte, sondern nach etwas anderem. Etwas, das in dieser Umgebung ungewöhnlich war.
Die Experten vor Ort kratzten sich an den Helmen. Rauch ohne Brand? Ein Phänomen, das selbst erfahrene Feuerwehrleute vor Rätsel stellte. Die Heizung war der Übeltäter, doch der Rauch roch nicht nach technischem Versagen. Es war ein Geruch, der an etwas anderes erinnerte. An etwas, das in einem Wohnhaus nicht hingehört.
Nach einer Stunde war der Einsatz beendet. Die Feuerwehren aus Ledenitzen, Latschach, Gödersdorf und Faak am See konnten wieder abrücken. Doch einer von ihnen blieb zurück, um den seltsamen Geruch genauer zu untersuchen. Er schloss die Augen und atmete tief ein. Plötzlich wusste er, was es war. Es war der Geruch von ... aber nein, das kann nicht sein. In einem Heizungsraum? Unmöglich.
Der Rauchfangkehrer, der die Einsatzstelle übernahm, sah den Feuerwehrmann an. "Wissen Sie, was das war?" fragte er. Der Feuerwehrmann nickte langsam. "Ja", sagte er, "das war der Geruch von ... aber lassen wir das. Manchmal ist es besser, nicht alles zu wissen."
Und so endete der Einsatz in Ledenitzen. Ein technischer Defekt, der zu einem Rätsel wurde. Ein Geruch, der Erinnerungen weckte. Und eine Geschichte, die besser unerzählt bleibt. Denn manchmal ist die Wahrheit seltsamer als jeder Brand.