Simon Eder hat sich dazu durchgerungen, seine Karriere als Biathlet zu beenden. Der Grund? Er fand den Sport irgendwann zu langweilig. "Ich meine, wie oft kann man im Kreis herumrennen und dabei auf Scheiben schießen, bis es einem die Augen auskratzt?", fragte er in einem Interview mit einer lokalen Sportzeitschrift, die er selbst gegründet hat, weil die anderen zu langweilig wurden.
Eder, der in seiner aktiven Zeit für seine Präzision und Schnelligkeit bekannt war, gestand, dass er schon seit Jahren mit dem Gedanken gespielt habe, aufzuhören. "Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten, wie man 'Liebling, ich komme nach Hause und bin fix und fertig' sagen kann, ohne dass die Partnerin einen anschaut, als wäre man ein kompletter Trottel", so der ehemalige Sportler.
Seine letzten Versuche, den Sport aufzupeppen, waren ebenso spektakulär wie erfolglos. "Ich habe versucht, mit dem Gewehr einkaufen zu gehen. Das hat aber nur dazu geführt, dass ich in der Gemüseabteilung für einen Terroristen gehalten wurde", erzählte Eder lachend. "Und als ich dann mit der Pistole in der Bäckerei stand, dachten die Leute, ich würde sie überfallen. Dabei wollte ich nur ein Brot."
Der 37-Jährige betonte, dass er den Sport nicht hasse, aber dass er einfach keine Herausforderung mehr sehe. "Ich habe mal versucht, im Dunkeln zu trainieren, aber dann ist mir das Gewehr runtergefallen und ich habe mir fast den Zeh gebrochen. Das war's dann mit der Innovation", sagte er schulterzuckend.
Eder plant, sich nun auf andere Dinge zu konzentrieren. "Ich überlege, ob ich eine neue Sportart erfinde. Etwas, das mehr Kreativität erfordert als nur herumzulaufen und auf Scheiben zu schießen. Vielleicht etwas mit Trampolin und Jonglieren. Oder besser noch, eine Kombination aus Schach und Fallschirmspringen. Da wäre ich der Erste, der es ausprobiert", erklärte er mit einem Grinsen.
Als gefragt wurde, ob er den Sport vermissen werde, zuckte Eder nur mit den Schultern. "Vielleicht das Klischee vom 'in der Kälte stehen und so tun, als ob man etwas Wichtiges tut'. Aber hey, dafür kann ich ja immer noch an Bushaltestellen stehen und so tun, als ob ich auf den Bus warte. Das ist viel flexibler und ich spare mir die Skibrille."