Die Skitouren-Saison ist zwar offiziell noch nicht vorbei, aber die hohen Temperaturen haben dafür gesorgt, dass die meisten Tourengeher bereits jetzt ihre Skier in den Keller stellen und sich lieber dem Aprés-Ski in der nächsten Hütte widmen. Wer es trotzdem noch einmal wissen will, der sollte sich gut überlegen, ob er sich wirklich auf die Planneralm begibt.
Denn die Route über die Karlspitze und den Schreinl zum Goldbachsee ist nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich. Nicht nur die Lawinengefahr ist hoch, sondern auch die Gefahr, sich zu verlaufen oder sich zu verletzen. Wer nicht über die nötige Erfahrung und Ausrüstung verfügt, sollte lieber die Finger davon lassen.
Wer sich trotzdem auf den Weg macht, wird schnell feststellen, dass die Strecke nicht so einfach ist wie gedacht. Schon nach wenigen Metern stellt sich die Frage: Wo ist die Karlspitze? Und warum riecht es hier plötzlich nach Kaiserschmarrn?
Wer dann noch immer nicht aufgegeben hat, wird irgendwann auf eine Almhütte stoßen, in der er sich mit einem Almdudler und einer Brettljause stärken kann. Und wer dann immer noch nicht genug hat, der kann sich auf den Rückweg machen und sich dabei fragen, warum er sich das eigentlich angetan hat.
Die Planneralm bietet zwar weiterhin gute Schneeverhältnisse, aber die Firnhänge sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Wer sich also auf die Suche nach dem Goldbachsee macht, sollte sich bewusst sein, dass er vielleicht am Ende doch nur einen Haufen Matsch vorfindet.
Wichtig ist, früh aufzubrechen, um das Risiko von Nassschneelawinen zu vermeiden. Aber wer weiß, vielleicht findet man ja auch eine Hütte, in der man den Rest des Tages verbringen kann. Denn am Ende zählt nicht der Weg, sondern das Ziel - und das ist in diesem Fall vielleicht doch die nächste Almhütte.