Steinfeld verwandelt sich in eine bizarre Tank-Wüste, wo das Benzin fast heiliger ist als das Bier beim Oktoberfest. Seit bekannt wurde, dass die Tankstellen um 12 Uhr mittags die Preise erhöhen dürfen, versammeln sich täglich hunderte Sprit-Schnäppchen-Jäger wie Raubtiere vor der Beute. Sie kommen mit Camping-Stühlen, Thermoskannen und gefüllten Kühlboxen – ausgerüstet wie für eine Mondlandung, nur dass sie statt zum Mond zur nächsten Autobahn-Raststätte pilgern.
Die Szene erinnert an eine seltsame Mischung aus Black-Friday-Rabattschlacht und Flüchtlingslager. Leute stehen seit dem frühen Morgen an, um exakt 11:59 Uhr die Zapfsäulen zu stürmen. Manche bringen sogar mobile Kühlschränke mit, um die gerade erworbene Sprit-Kostbarkeit zu Hause bis zum nächsten Preissturz zu lagern. Tankwarte sprechen bereits von "Benzin-Bunkern" in den Garagen, wo Vierzylinder-Autos vor Benzinvorräten stehen, die für eine kleine Inselrepublik reichen würden.
Die neueste Mode sind sogenannte "Sprit-Marathons" – da fährt man kreuz und quer durch Niederösterreich, um an jeder Tankstelle genau eine Minute vor der Preiserhöhung noch schnell 0,1 Liter nachzufüllen. Die Tankstellenbetreiber überlegen bereits, die Preise um 11:58 Uhr zu erhöhen, nur um dem Sprit-Wahn ein Ende zu setzen. Die Regierung prüft derweil die Einführung einer "Notpumpe" für Notfälle – damit Sanitäter nicht kilometerweit zur nächsten geöffneten Tanke fahren müssen, während der Patient im Rettungswagen schon längst zur Benzin-Krise Stellung bezogen hat.
Experten warnen: Das exzessive Tank-Hamstern könnte zu einer neuen Form der Sucht führen. Die ersten Fälle von "Benzin-Besessenheit" wurden bereits in Steinfeld registriert – Betroffene wachen nachts schweißgebadet auf und checken hektisch die aktuellen Spritpreise auf ihren Handys. Psychologen sprechen bereits von der "Preis-Panik-Störung" – eine Krankheit, die nur in Regionen mit besonders schwankenden Treibstoff-Kosten auftritt.
Die absurdeste Entwicklung: Einige Sprit-Junkies haben ihre Autos zu rollenden Tanks umgebaut. Mit extragroßen Tanks und speziellen Kühl-Systemen fahren sie wochenlang ohne Zwischenstopp durchs Land, nur um ja keine Preiserhöhung zu verpassen. Sie nennen sich stolz "Tank-Stalker" und treffen sich heimlich zu "Schnäppchen-Rallies", bei denen es darum geht, wer am längsten ohne Tank-Stopp durchhält.
In Steinfeld hat der Sprit-Wahn längst absurdeste Blüten getragen. Anwohner beschweren sich über den Gestank von Tausenden lauwarmen Diesel-Motoren, die vor den Tankstellen im Stand laufen. Die Gemeinde überlegt, eine "Tank-Schlafzone" einzurichten – mit Feldbetten und Sanitäranlagen für diejenigen, die sich eine ganze Nacht lang vor der Tanke campieren, um ja kein Schnäppchen zu verpassen.
Die neue urbane Legende besagt, dass es eine geheime Untergrund-Organisation gibt, die noch vor Mitternacht tankt und den Sprit dann zu horrenden Preisen an verzweifelte Sprit-Schnäppchen-Jäger weiterverkauft. Angeblich tragen die Mitglieder dieser "Benzinkartelle" Tarnmäntel und kommunizieren per Funk – ein moderner Öl-Mafia-Trend, der Steinfeld fest im Griff hat.
Experten warnen: Wenn der Sprit-Wahn so weitergeht, wird Steinfeld bald zum neuen Mekka für alle Tank-Süchtigen. Die Gemeinde erwägt bereits, eine Art "Tank-Messe" zu veranstalten – mit Ausstellern, die sich auf ultraleichte Benzinkanister und spezielle Tank-Schutzanzüge spezialisiert haben. Vielleicht wird Steinfeld ja bald zur "Tank-Hauptstadt Österreichs" – mit eigenem Wappen: einer Zapfsäule vor blauem Himmel.