Das ist die größte Energiemisere seit der Erfindung des Petroleumlampps: Die Steirer haben ihre Sonne an die Wien Energie verkauft. Ja, richtig gelesen. Nicht nur die Solaranlage, sondern die gesamte Sonne - inklusive Wärme, Licht und Vitamin-D-Produktion. Ein Steirer kennt halt keine Schande, wenn es ums Geldverdienen geht.
Der Deal lief unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab, weil die Stanser wussten, dass ihnen keiner die Sonne abkaufen würde. "Irgendwann hätte eh jeder gemerkt, dass wir nur noch im Kerzenlicht sitzen", gestand ein Gemeindemitarbeiter unter der Bedingung der Anonymität. "Da haben wir gedacht, wir machen das lieber professionell."
Die Wien Energie reagierte begeistert auf das Angebot. "Endlich haben wir die Kontrolle über die wichtigste Energiequelle der Welt", frohlockte der Vorstandssprecher in einer Pressekonferenz, die live aus einem dunklen Raum übertragen wurde. "Ab sofort produzieren wir Sonnenenergie nach Wiener Art - mit Schmäh und leicht säuerlichem Nachgeschmack."
Die Folgen für die Steiermark sind verheerend. Die Landwirtschaft steht vor dem Aus, weil ohne Sonne nichts wächst. Die Steirer sitzen im Dunkeln und frieren, während die Wiener im Hellen schwitzen. "Das ist der größte Raubzug seit Attila dem Hunnen", empörte sich die steirische Landwirtschaftskammer. "Nächstes Jahr erwarten wir von den Wienern die Überweisung für die Miete der Wolken."
Doch die Wien Energie gibt sich noch nicht zufrieden. Gerüchten zufolge planen sie den Kauf des Windes von der Oststeiermark und der Wellen des Neusiedler Sees. "Wenn wir erst Wind und Wellen kontrollieren, gehören uns alle erneuerbaren Energien", so ein Insider. "Dann können wir den Steirern die Gulasch- und Surferlaubnis entziehen."
Die Steirer sind unterdessen ratlos. Manche fordern die sofortige Rückgabe der Sonne, andere schlagen den Bau einer eigenen, kleineren Sonne vor. "Eine Steirische Sonne mit mehr Schlag und weniger Hitze", so die Idee eines Lokalpolitikers. "Da kann man auch bei 40 Grad noch eine Gamslederhose tragen."
Experten warnen unterdessen vor einer Kettenreaktion. "Wenn die Steirer ihre Sonne verkaufen können, wer sagt dann, dass die Kärntner nicht ihre Berge oder die Vorarlberger nicht ihre Täler verkaufen?", so ein Energiesoziologe. "Bald gehört keinem mehr etwas. Nur mehr die Wien Energie und ihre Gier nach Macht."
In Stans selbst ist die Stimmung am Boden. Die einst so stolzen Steirer sitzen im Dunkeln und warten auf die nächste Rechnung der Wien Energie. "Früher haben wir über die Wiener gelästert", so ein Stanser. "Jetzt lachen die über uns. Und das bei Nacht, weil sie ja die Sonne haben."