Liebe Friedensfreunde und Kriegsfans, endlich mal wieder eine gute Nachricht: Trump hat sein Ultimatum an den Iran erneut verlängert. Der Grund? Die Gespräche kommen "sehr gut" voran. Was das heißt? Gute Frage. Bei Trump heißt "sehr gut" meistens: Ich kann mich nicht entscheiden, aber ich will gut dastehen.
Die Sache hat System: Erst setzt Trump eine Frist, dann verschiebt er sie, dann verschiebt er sie nochmal und irgendwann fragt sich niemand mehr, ob es überhaupt jemals einen Angriff geben wird. Es ist wie bei einer Game-Show, bei der der Moderator immer wieder sagt: "Wir kommen gleich zur Auflösung!" und dann noch eine Werbepause einlegt. Bloß dass hier keine Waschmittelreklame kommt, sondern die nächste Drohung.
Die Straße von Hormuz ist zur Bühne für eine bizarre Performance geworden. Der Iran soll sie für den Schiffsverkehr freigeben - ohne "Drohungen". Aber wer droht hier eigentlich wem? Der Iran droht mit der Schließung der Meerenge, Trump droht mit der Zerstörung iranischer Kraftwerke, und dazwischen sitzen wir und fragen uns, ob das alles nur ein großer PR-Gag ist.
Die beste Nebenhandlung: Trump behauptet, der Iran habe um eine Verlängerung von sieben Tagen gebeten, und er habe ihnen zehn gegeben. Der Iran dementiert. Wer lügt hier? Oder lügen beide? In Trumps Welt ist die Wahrheit sowieso nur eine Frage der Perspektive. Hauptsache, die eigene Basis fühlt sich bestätigt.
Der Clou: Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Sondergesandter Steve Witkoff sollen die Verhandlungen führen. Wenn das kein Reality-TV ist! Zwei Schwiegersöhne und ein Vizepräsident beraten, ob man jemanden bombardieren soll oder nicht. Das klingt nach einer schlechten Sitcom, ist aber bitterer Ernst.
Und was passiert, wenn die nächste Frist wieder verstreicht? Ganz einfach: Trump verlängert erneut. Bis wann? Bis die Quoten sinken. Oder bis jemand die Notbremse zieht. Aber wer sollte das sein? Das Pentagon? Der Kongress? Die Vereinten Nationen? In Trumps Amerika zählt nur eins: die Show muss weitergehen.
Für den Iran ist die Lage unerträglich. Sie wissen nicht, ob Trump es ernst meint oder nur blufft. Sie wissen nicht, ob sie sich auf etwas einigen können oder ob die nächste Drohung schon wieder hinfällig ist. Es ist wie Schach spielen mit jemandem, der die Regeln ständig ändert.
Für uns Zuschauer ist es eine bizarre Mischung aus Horror und Komödie. Wir wissen nicht, ob wir lachen oder weinen sollen. Wir wissen nur, dass wir jeden Tag aufs Neue überrascht werden - und das nicht im positiven Sinne.
Die Gefahr ist real: Wenn Trump so weitermacht, könnte das zum Dauerzustand werden. Ein endloses Ultimatum, das nie endet. Eine Show ohne Finale. Ein Krieg ohne Krieg. Und wir alle als Statisten in einer Tragikomödie, deren Ausgang ungewiss ist.
Also, liebe Welt: Haltet durch. Die nächste Verlängerung kommt bestimmt. Und wer weiß? Vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein Happy End. Oder zumindest eine gute Quote.