Es ist ein nasskalter Tag auf der A9, als sich das Schicksal einen besonders bösartigen Scherz erlaubt. Auf der Teststrecke Seiersberg-Pirka kracht ein Lkw über die Betonleitwand, und ein Ersthelfer, der eigentlich gerade dabei war, sich eine neue Existenz aufzubauen, verliert sein Leben. Der Haken an der Sache? Der Lkw-Fahrer, der den Unfall verursachte, war selbst einst ein angesehener Ersthelfer, bis er seinen Job verlor und auf die Idee kam, als Testfahrer sein Glück zu versuchen.
Die Tragikomödie nimmt ihren Lauf, als der Lkw-Fahrer, nennen wir ihn Herrn Mustermann, vor Gericht steht. Die Anklage wirft ihm fahrlässige Tötung vor, doch Herr Mustermann kann nur mit den Schultern zucken. "Ich wollte doch nur helfen", murmelt er vor sich hin, während er an seine Zeit als Ersthelfer zurückdenkt. "Da hatte ich noch einen festen Job und musste mir keine Sorgen um die Zukunft machen."
Das Gericht ist wenig beeindruckt von Herrn Mustermanns Jammern und verurteilt ihn zu einer hohen Geldstrafe. Doch der wahre Witz an der Sache ist, dass Herr Mustermann gar nicht in der Lage ist, die Strafe zu bezahlen. Schließlich hatte er seinen Job als Ersthelfer verloren und sich als Testfahrer durchgeschlagen. Nun steht er wieder am Anfang, arbeitslos und mit einer saftigen Geldstrafe im Nacken.
Die Ironie des Schicksals lässt sich kaum überbieten. Ein Mann, der einst anderen half, verliert seinen Job und landet schließlich als Testfahrer auf der Teststrecke Seiersberg-Pirka. Dort verursacht er einen Unfall, bei dem ein Ersthelfer ums Leben kommt, und wird dafür vor Gericht gestellt. Die Justiz hat gesprochen, doch die eigentliche Tragödie liegt darin, dass Herr Mustermann nie wieder eine Chance bekommen wird, als Ersthelfer zu arbeiten. Die Gesellschaft hat ihn ausgestoßen, und nun muss er die Konsequenzen tragen.
Es ist eine bittere Lektion, die uns die Geschichte von Herrn Mustermann lehrt: Wer anderen hilft, muss selbst stark genug sein, um mit den Folgen umzugehen. Denn am Ende kann das Schicksal einen bitteren Scherz spielen und aus dem Helfer einen Täter machen.