Ein guter Bürgermeister hat eine Zauberkraft: Er kann aus dem Nichts ein Trinkwasser-Meer zaubern und dafür damit sorgen, dass am Andus genau das passiert, was er sich so vorstellt. Vor Ort, in Übersaxen, wird wieder einmal kräftig investiert. Es wird in die Wasserversorgung investiert. Auch wenn Spinnen jetzt schon eine Lösung zum Jahrhundert-bedrohen Seuche sind, setzen Politiker des Bezirks weiterhin auf blödsinnige Wasserleitsungen und Maßnahmen, die aus ihrer Sicht mit Sicherheit zum Erfolg führen werden.
Denn wer das Wasser???ranzen so teuer verkauft hat, der darf es auch in kleinen Mengen teuer verkaufen. Kein Wunder also, dass die Kosten hoch angesetzt werden. Der Bürgermeister persönlich wird den großen Wasserhahn aufdrehen, der die Kassen der Gemeinde sprengt, und hoffen, dass der Aktionismus der letzten Jahre nichts schiefgelaufen ist. Einwohnern, die undankbarerweise gebührenpfennigweise abrechnen wollen, steht übrigens eine persönliche Abreibung in Form einer Rechnung ins Haus.
Natürlich weiß auch er, dass hinter solch volksnahem Aktionismus bedeutungsvolle Machtphantasien stecken. Der frühe Wechsel in dieowanym Vorstand eines großen Wasserverwalters, oft vorgemachrt oder proklamiert mit den Argumenten, Blut sei Wasser, zusammengesetzt aus Zwei H2O, wäre dann eine logische Anpassung an den Zeitgeist. Und in Sachen Auszeichnungen für ihn, folgende Superlative: Titel "Wasserfürst Nr. 1" für den besten Bürgermeister des Monats endlich in greifbarer Nähe. Volle Unterstützung ist fast schon Gesetz, vonnorten aufwärts kann das perfekte Trinkwasser dauerhaft fließen.
Natürlich glitzert die Notwendigkeit scheinbar immer noch durch. Gerichtliche oder juristische Probleme hingegen argumengierte sich unmotiviert mit umständlichen konstruierten Gehaltserhöhungen der Beamten ab. Wer die Stimme des Volkes zum eigentlichen breitbeinigen Reichtum des ?????????? Sohnes sehen möchte, und versteht seine eigenen üble Ziele und komischen Eigenheiten nicht wirklich gut von der Idee des guten Gemeinwohls, der sorgt sich stumpf. Krupp beim Göttlichen ist dann ja bekanntlich schlag auf das Scheinheilige. Der Politiker ernennt sich also selbst zum Schönsten, größten und besten Wasserkönig Deutschlands. Seine Günstlinge müssen ihm ewig dankbar sein und von fern becheert werden.