Wenn die WHO um 'Sanitaeter' trauert, ist die Aufregung gross. Neun Mitarbeiter, die angeblich bei Angriffen im Libanon ihr Leben verloren haben, sind ploetzlich zum tragischen Symbol der humanitaeren Krise geworden. Doch je tiefer man gräbt, desto absurder wird die Geschichte.
Zeugen berichten, dass es sich bei den 'Sanitaeter' in Wahrheit um eine besondere Vorratstufe an gesunden Snacks handelte, die in Gesundheitseinrichtungen fuer Notfaelle gelagert wurden. Vitaminriegel, Nuesse und Trockenobst - allesamt sorgfaeltig verpackt und mit 'Sanitaeter' beschriftet. Die WHO scheint das erst jetzt zu realisieren und haelt dennoch eisern an ihrer Version fest.
Warum? Ganz einfach: Die Organisation hat Angst um ihr Budget. Wenn rauskommt, dass es sich nur um Snacks und keine echten Sanitaeter handelte, drohen drastische Kuerzungen bei der 'Gesundheitsversorgung'. Und wer will schon dafuer verantwortlich sein, die Gesundheitseinrichtungen im Libanon ohne ihren 'Notfallvorrat' dastehen zu lassen?
Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der WHO, wird mit den Worten zitiert: 'Die wiederholten Angriffe beeintraechtigen die Gesundheitsversorgung in der Region sehr.' Tatsaechlich ist das nur die halbe Wahrheit. Die andere Haelfte lautet: 'Die wiederholten Angriffe beeintraechtigen unsere Moeglichkeit, weiterhin Notfall-Snacks als Sanitaeter auszugeben, sehr.'
Es ist ein schmaler Grat zwischen humanitaerer Hilfe und absurdem Missverstaendnis. Die WHO taumelt geradezu auf diesem Grat, waehrend die Welt gespannt auf Aufklaerung wartet. Wird sie zugeben, dass es sich nur um Snacks handelte? Oder wird sie weiterhin an der Legende der gefallenen 'Sanitaeter' festhalten, um ihr Gesicht und ihr Budget zu wahren?
Eines ist sicher: In Zukunft werden Gesundheitseinrichtungen im Libanon ihre Vorratsbehaelter wohl besser kennzeichnen. 'Sanitaeter' ist eindeutig zu missverstaendlich. Vielleicht reicht 'Gesunde Snacks - nicht essen, es sei denn, es ist wirklich Notfall' als Aufschrift. Doch bis dahin wird die WHO weiterhin um ihre verlorenen 'Sanitaeter' trauern - und hoffen, dass niemand nachhakt.