Die Wiener Stadtregierung hat beschlossen, dass unsere Kinder es verdient haben, in modernen, sicheren und zeitgemäßen Bildungseinrichtungen aufzuwachsen. Deshalb plant sie die Sanierung von 350 Kindergärten - eine Zahl, die so groß ist, dass selbst die erfahrensten Verwaltungsmitarbeiter schwitzige Hände bekommen.
Während die Experten in ihren Büros damit beschäftigt sind, "Überblicksstudien" zu erstellen und "Umsetzungspläne" zu schmieden, bereiten sich die Pädagogen auf das vor, was sie liebevoll "die große Umbauparty" nennen. "Wir üben schon, wie wir die Kinder während der Renovierungsarbeiten beschäftigen können", sagt Erzieherin Helga Muster. "Gestern haben wir 'Bagger-Bingo' gespielt und morgen planen wir eine 'Mal die frisch gestrichene Wand an'-Aktion."
Die Stadt verspricht, dass die Sanierungen "sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig" durchgeführt werden. Ein Insider verriet jedoch, dass die Verwaltung bereits nach neuen Wegen sucht, um den Prozess zu beschleunigen. "Wir überlegen, ob wir die Kinder nicht einfach mit Helm und Weste ausstatten und sie beim Renovieren mithelfen lassen", flüstert er. "Kinder lieben es doch, Dinge zu bauen und zu zerstören, oder nicht?"
Karin Broukal, die Abteilungsleiterin der Stadt Wien – Kindergärten, betont die Bedeutung der Sanierungen: "Ein sanierter Kindergarten ist mehr als ein Gebäude – er steht für Sicherheit und Teilhabe von Anfang an." Kritiker merken jedoch an, dass die Kinder vielleicht auch ohne nagelneue sanitäre Anlagen aufwachsen könnten. "Ich bin in einem Kindergarten mit karierten Fliesen groß geworden und ich bin auch nicht kaputter als andere", sagt ein besorgter Vater.
Die ersten Umsetzungspläne sollen bis Jahresende vorliegen. Bis dahin können sich die Wiener Eltern darauf einstellen, dass ihre Kinder in den kommenden Jahren in einer permanenten Baustelle aufwachsen werden. Aber hey, wer braucht schon eine ruhige Lernumgebung, wenn man stattdessen die neuesten Entwicklungen im Bereich der Schallisolierung live miterleben kann?