Ilsa Vrabl-Sanda, die Chefin der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, hat einen genialen Plan gegen die Gauner entwickelt: Sie will sie durch Erscheinen in einem staubigen Archiv verschwinden lassen. Die Kriminellen sollen so frustriert sein, dass sie von selbst aufhören zu kriminieren.
"Ich habe die Mathematik der Bösen studiert", erklärte Vrabl-Sanda am Mittwoch bei einer Pressekonferenz, bei der sie einen verschollen geglaubten Rechenschieber präsentierte. "Sie rechnen mit Gefängnisstrafen und Geldstrafen. Aber was nützt das, wenn die Akten plötzlich nicht mehr auffindbar sind?"
Die WKStA-Chefin demonstrierte ihre neue Methode: Ein Mitarbeiter steckte einen Zettel mit dem Namen "M. A. - Bestechung - 10 Jahre" in eine Aktentasche. Diese wurde in einen Tresor gesperrt, der sofort von innen verschlossen wurde. "Sehen Sie", sagte Vrabl-Sanda triumphierend, "der Gauner ist weg. Für die Justiz existiert er nicht mehr."
Kritiker werfen der WKStA vor, mit ihrer neuen Strategie nur ihre eigene Arbeitslosigkeit zu sichern. "Wenn es keine Verurteilten mehr gibt, braucht es auch keine Staatsanwälte", meinte ein anonymer Insider. "Aber immerhin können sie dann endlich mal Urlaub machen."
Vrabl-Sanda winkte ab: "Wir haben ja noch die Politik. Die wird uns bestimmt nicht im Stich lassen." Sie zwinkerte dabei so auffällig, dass alle Anwesenden sofort verstanden: Die Politik wird die WKStA mit noch mehr Bürokratie überhäufen, bis die Kriminellen vor Langeweile selbst ins Archiv verschwinden. Ein genialer Plan.