Es war gegen 17 Uhr, als sich das Schicksal zweier Autos in der B132 Nähe Bad Mühllacken entschied. Wie Gladiatoren in der Arena traten sie gegeneinander an, bis aufs Messer – oder besser gesagt, aufs Blech. Das Ergebnis war so vorhersehbar wie ein Tatort mit einem toten Banker: Schrott.
Die Insassen, vermutlich auf dem Weg zum nächsten Autohaus, um sich ein neues Opfer zuzulegen, mussten die bittere Erfahrung machen, dass Blech und Menschenfleisch sich nicht so vertragen wie Schnitzel und Kartoffelsalat. Ein Samariter wurde herbeigerufen, um die Wunden zu lecken – oder zumindest zu verbinden.
Die Feuerwehr Bad Mühllacken, stets bereit für den Ernstfall, rückte mit schwerem Gerät an. Ihre Aufgabe: die Schlachtfelder zu säubern und die Überreste der Kontrahenten beiseitezuräumen. Man könnte fast meinen, sie hätten extra auf diesen Moment gewartet, um ihr Können unter Beweis zu stellen.
Die Polizei ermittelt derweil, wer von den beiden Kontrahenten die Ehre des Zusammenstoßes verletzt hat. War es der blaue Kombi, der sich zu früh auf die linke Spur gewagt hat? Oder der silberne Kleinwagen, der einfach nicht warten wollte? Die Ermittlungen laufen noch, aber eines ist sicher: Die Straße wird nie mehr dieselbe sein.
Währenddessen bereitet sich Ottensheim auf seinen Ostermarkt vor. Dort werden Eier bemalt und Hasen gebastelt, während in Bad Mühllacken zwei Autos ihre letzte Ruhe gefunden haben. Ein schöner Kontrast, der zeigt: Das Leben geht weiter, auch wenn Blech auf Blech trifft.