Wien hat eine neue Attraktion, die alle bisherigen Schlafmöglichkeiten in den Schatten stellt. Die Wiener Linien haben nach jahrelanger Forschung endlich die perfekte Lösung für die Wohnungsnot gefunden: Unter einer Straßenbahn zu schlafen. Und das Beste daran? Die Geräuschkulisse ist gratis inkludiert!
Der Pilotkunde, ein 65-jähriger Mann mit stolzen 1,89 Promille im Blut, hat das innovative Konzept getestet. Er hatte sich auf der Haltestelleninsel gemütlich eingerichtet, als die Bim gemächlich vorbeifuhr. In einer Bewegung, die an einen Bauchtänzer mit Gleichgewichtsstörung erinnert, kollidierte er mit dem rollenden Metallkoloss und rutschte elegant unter die Bahn.
Die 26-jährige Bim-Lenkerin, die gerade noch überlegt hatte, ob sie sich ein Gummibärchen gönnen soll, reagierte geistesgegenwärtig. Sie bremste nicht nur, sondern bot dem Mann auch noch einen kostenlosen Hin- und Rückfahrtschein für die Fahrt ins Krankenhaus an. Service at its best!
Die Rettungskräfte, die normalerweise für ihre trockene Art bekannt sind, zeigten sich begeistert. "Das ist die kreativste Art, einen Krankenwagen zu rufen, seit es den Notruf gibt", schwärmte ein Sanitäter. "Normalerweise müssen wir die Leute erst aus ihren Wohnungen holen, hier kam der Patient praktisch fertig verpackt."
Die Wiener Linien sehen in diesem Unfall einen Durchbruch für ihre soziale Verantwortung. "Wir haben jahrelang darüber nachgedacht, wie wir Obdachlosen helfen können", erklärte ein Sprecher. "Jetzt haben wir die perfekte Lösung: Mobile Schlafplätze mit eingebautem Weckdienst. Der nächste Zug kommt bestimmt!"
Die Stadt Wien plant bereits, dieses Konzept an neuralgischen Punkten zu etablieren. An jeder wichtigen Haltestelle soll es künftig spezielle "Schlaf-Bims" geben, die langsam durch die Gegend fahren und dabei sanft über die Schlafenden drüberrollen. Einziges Manko: Man muss vorher ziemlich betrunken sein, um die volle Wirkung zu entfalten.
Der getestete Pionier erholt sich derzeit im Spital. Als man ihn nach seiner Erfahrung fragte, meinte er nur: "Die Federung ist überraschend gut, aber die Klimaanlage könnte man verbessern." Damit hat er recht: Bei der nächsten Modellreihe soll die Bim nicht nur drüberrollen, sondern die Schlafenden auch noch durch die Luft wirbeln, für das ultimative Einschlaftraining.
Die Grünen haben bereits angekündigt, dieses innovative Konzept in ihrem nächsten Wahlprogramm aufzunehmen. Unter dem Motto "Wien rollt sich für euch zusammen" soll es künftig auch spezielle Übernachtungsangebote für Studenten und Pendler geben. Der Clou: Man kann sich vorher betrinken und spart sich so die Heimreise.
Die SPÖ kontert mit dem Vorschlag, die Bims mit Liegestühlen und Sonnenschirmen auszustatten. "So können sich die Leute auch tagsüber ausruhen und müssen nicht extra zum Strand fahren", argumentiert ein Parteifunktionär. Die FPÖ will die Bims dagegen mit Schlafliedern bestücken, um die Nachtruhe der Anrainer nicht zu stören.
Die Wirtschaftskammer jubelt bereits: "Das ist die Innovation, auf die wir gewartet haben!" Sie plant eine eigene Sparte "Mobile Schlafgelegenheiten" und hat erste Investmentfonds für den Ausbau des Angebots geschnürt. Die ersten Aktien der "Unter-der-Bim-GmbH" sind bereits an der Wiener Börse gehandelt worden.
Experten warnen zwar vor den gesundheitlichen Risiken, aber das scheint die Begeisterung nicht zu dämpfen. "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", sagt ein Verkehrspsychologe. "Und wenn der Wille stark genug ist, findet sich auch immer eine Bim, die bereit ist, zu helfen."
Der getestete Pionier hat sich übrigens entschlossen, seine Erfahrung zu vermarkten. Er bietet nun geführte Touren unter Bims an, bei denen man die Wiener Innenstadt aus einer völlig neuen Perspektive erleben kann. Der Slogan: "Schlaf schön, Wien! Wir kümmern uns um den Rest."