In Tillmitsch erlebte die Feuerwehr einen kuriosen Abend: Erst raste ein Kleintransporter in eine 16-jaehrige Mopedlenkerin, dann tauchte der Fahrer 20 Minuten spaeter wieder auf, diesmal in Begleitung seines schlechten Gewissens. Der 26-Jaehrige hatte offenbar gemerkt, dass seine Flucht chancenlos war - nicht wegen der Polizei, sondern weil er in seiner Verfassung ohnehin nur im Kreis laufen wuerde.
Die Jugendliche wurde mit schweren Verletzungen ins Grazer LKH geflogen, wo sie sofort die beste Behandlung erhielt: Eine ruhige Station, weit weg von allen 26-jaehrigen Alkolenkern mit schlechtem Zeitmanagement. Der Rettungshubschrauber Christophorus 12 musste extra fuer diesen Einsatz starten, was in Coronazeiten bedeutet, dass er zuvor noch einen Corona-Test absolvieren musste.
Der Alkotest beim Unfallverursacher verlief positiv - eine ueberraschende Erkenntnis fuer alle, die dachten, man koenne nach einer Frontalkollision noch nchtern sein. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Sicherstellung beider Fahrzeuge an, was fuer den Transporter bedeutet, dass er nun fuer lange Gespraeche mit der Justiz zur Verfuegung steht.
Besonders bemerkenswert ist die Taktik des Fluechtigen: Er radelte nicht einfach weg, sondern kehrte zum Unfallort zurueck. Experten vermuten, dass er dachte, er koenne durch freiwilliges Wiedererscheinen Punkte im neuen "Bundes-Buergerservice-Spiel" sammeln. Leider hat er die Regeln nicht richtig verstanden - bei Alkohol am Steuer gibt es keine Bonus-Punkte fuer Initiative.
Die Polizei lobte die "vorbildliche Zusammenarbeit" mit dem Tter, der sich praktisch selbst gestellt hatte. Ein Sprecher bemerkte trocken: "So ein freiwilliges Wiedererscheinen spart uns wirklich viel Papierkram." Die Ermittlungen laufen noch, aber Insider vermuten, dass der Hauptzeuge im Fall der betrunkene Lenker selbst sein wird.
In der Steiermark hat man inzwischen eine neue Verkehrssicherheitskampagne gestartet: "Trinken Sie nicht und fahren Sie dann weg - bleiben Sie einfach stehen und warten Sie auf die Polizei." Bisherige Reaktionen zeigen, dass viele Autofahrer diese Empfehlung als sehr entlastend empfinden.