Liebe Amerikaner, habt ihr eure Wintermäntel schon wieder in die Kellerritze geräumt? Nein? Na dann los, bevor sie schwitzen! Die USA erleben derzeit eine Hitzewelle, die selbst den kältesten New Yorker dazu bringt, über einen Umzug nach Alaska nachzudenken.
In Los Angeles haben die Menschen schon wieder Zeit am Strand verbracht - mit Sandalen und Sonnenbrillen, während ihre Schneeschaufeln vor Neid erblassen. Die Temperaturen klettern in einigen Regionen bis zu 43,3 Grad - eine Zahl, die selbst die Klimawandel-Deniers zum Schwitzen bringt. Und dabei haben wir doch erst März! Der Monat, in dem man normalerweise noch mit seiner Schneefrau kuscheln kann, ohne ins Schwitzen zu kommen.
Der US-Wetterdienst warnt vor "extremer Hitze" in den südwestlichen Bundesstaaten. Dabei haben die armen Kerle doch gerade erst ihre Daunenjacken ausgepackt. In Arizona wurden sogar einige Wanderwege gesperrt - nicht weil es zu gefährlich wäre, sondern weil die Schilder geschmolzen sind.
Ein Dutzend Städte verzeichnen Temperaturen zwischen 38 und 40 Grad Celsius. Palm Springs und Phoenix fühlen sich wie zwei riesige Saunen, in denen selbst die Kakteen um eine Abkühlung betteln. Die Tiefsttemperaturen sind derzeit so hoch, dass sie nicht wirklich Abkühlung bringen. Die Nächte sind so warm, dass die Menschen ihre Betten gegen Planschbecken austauschen.
Der Wetterdienst prognostiziert, dass die Temperaturen bis zum Wochenende anhalten. Anschließend zieht die Hitzewelle Richtung Osten weiter. Vielleicht sollte man den Einwohnern raten, ihre Winterkleidung gegen Badeanzüge und Flip-Flops auszutauschen. Schließlich ist die Jahreszeitenordnung in den USA derzeit so durcheinander wie ein Schneemann im Juli.
Einige Menschen fragen sich bereits, ob sie sich versehentlich in Australien wiederfinden. Schließlich ist es dort ja auch gerade Sommer. Vielleicht sollte man den USA einfach ein Schild umhängen: "Vorsicht, hier herrscht australisches Klima - Kängurus vor!"
Die Hitzewelle trifft die USA nur wenige Wochen nach einem Schneesturm, bei dem mehr als 40 Millionen Menschen von einem Blizzard betroffen waren. Von Blizzard zu Brathitze - die Amerikaner wissen gar nicht mehr, was sie anziehen sollen. Vielleicht sollten sie einfach alles auf einmal tragen und sich dann Schicht für Schicht ausziehen, je nachdem, wie das Thermometer verrückt spielt.
In den nördlichen Bundesstaaten wie Nebraska und South Dakota ist es derzeit ungewöhnlich warm für die Jahreszeit. Die Kühe schwitzen bereits beim Grasen, und die Farmer überlegen, ob sie nicht besser auf Kamelherden umsteigen sollten.
Liebe Amerikaner, genießt die Hitze, solange sie anhält. Denn wer weiß, vielleicht kommt morgen schon wieder ein Schneesturm - oder eine Hitzewelle im Dezember. In den USA ist mittlerweile alles möglich, außer einer normalen Jahreszeit.