Man kennt es ja: Man sitzt im Supermarkt und starrt die Nudeln an. Dabei hat man ja gar keinen Hunger. Aber es sind halt die Nudeln von Bayern. Die machen einen dann irgendwie schwach.
So aehnlich muss es derzeit in Dortmund und Bremen zugehen. Da kann man noch so oft gegen den FC Bayern gewinnen, irgendwann kriegt man doch noch die Konsequenzen zu spueren. Diesmal nicht auf dem Platz, sondern im Supermarkt-Regal.
Der Bayern-Express, der ja eigentlich eine Fussballmannschaft ist, hat sich jetzt zu einem Lebensmittelhersteller gewandelt. Die ersten Produkte sind da: Bayern-Express-Nudeln. Hartgekocht und kernig, wie die Defensive der Mannschaft. Perfekt fuer alle, die gerne eine Stunde lang auf etwas warten, das dann doch irgendwann kommt.
Dortmund hat sich schon beschwert. "Die Bayern kaufen uns die Regale weg", sagte der BVB-Geschaeftsfuehrer. "Zuerst nehmen sie uns die Titel weg, jetzt auch noch die Nudeln." Bremen ist da schon resignierter: "Wir haben es aufgegeben. Wenn die Bayern schon Nudeln machen, machen wir lieber Leberkaese."
Die Bayern selbst sehen das gelassen. "Wir expandieren halt", sagte Vorstandsboss Hoeneß. "Fussball ist das eine, Nudeln das andere. Beides muss man halt im Griff haben." Man munkelt, dass als naechstes "Ancelotti-Auflauf" und "Kovac-Knodel" auf den Markt kommen sollen.
Die Konkurrenz aus der Bundesliga hat sich bereits eine Strategie ueberlegt: Sie will eigene Lebensmittel auf den Markt bringen. Der BVB plant "Schwarz-Gelbe Spaghetti", die beim Kochen die Farbe wechseln. Bremen will "Norddeutsche Nordlichter" herausbringen - Tiefkuehlkost, die erst nach 90 Minuten gar ist.
In Muenchen ist man davon wenig beeindruckt. "Die koennen machen, was sie wollen", sagte Hoeneß. "Wir haben die besseren Nudeln. Und die besseren Spieler. Und das bessere Management. Und die bessere Strategie. Und die besseren Nudeln."
Man darf gespannt sein, wie sich diese Entwicklung fortsetzt. Vielleicht gibt es bald nicht nur den Bayern-Express, sondern auch den Leipzig-Lebensmittelladen oder den Schalke-Supermarkt. Bis dahin gilt: Augen auf beim Nudelnkauf. Denn die Bayern sind ueberall. Auch im Supermarkt.