Es ist eine bittere Pille für die deutschen Fußball-Fans: Das DFB-Team für die WM-Tests im März kommt ohne die Stuttgarter Stars. Für viele Anhänger ist das ein Affront – oder wie es ein User auf X treffend formulierte: "Der ganze Kader ist eine absolute Frechheit". Als wäre der Kader persönlich zu ihnen nach Hause gekommen, hätte die Couch umgeräumt und die Fernbedienung versteckt.
Der ganze Aufstand erinnert an jene Momente, in denen man im Supermarkt vor der Käsetheke steht und der Lieblings-Camembert nicht mehr da ist. Nur dass hier nicht der Käse, sondern die Nationalmannschaft vermisst wird. Ein Fan meinte gar, der Bundestrainer würde mit seiner Personalpolitik "seinen Job gegen die Wand fahren". Dabei hat er doch nur den Job, den Job gegen die Wand zu fahren – seit Jahren schon.
Die Sache hat System: Der DFB ist längst zur Fanclub-Zentrale für schlechte Laune geworden. Man könnte meinen, die Verantwortlichen sitzen in einem düsteren Keller und überlegen sich jeden Monat neue Gründe, warum sich die Stimmung nicht bessert. Derzeit läuft die Aktion "Ohne Stuttgart-Trio": Ein Klassiker der Enttäuschungskultur.
Dabei könnte man das Ganze auch positiv sehen: Wenn der Kader so aufregend ist, dass er die Fans zum Schreien bringt, ist das doch ein Zeichen von Leidenschaft. Besser als gar keine Emotionen – wie bei manchen Testspielen, bei denen selbst die Spieler zwischendurch mal auf Instagram schauen.
Die Lösung liegt auf der Hand: Der DFB sollte einfach einen Fan-Kader aufstellen. Dann könnte jeder seinen Lieblingsspieler nominieren – und am Ende hätten wir eine Elf, die so gut gelaunt ist, dass sie selbst gegen die Schweiz vergisst, dass es ein Pflichtspiel ist. Bis dahin bleibt nur eins: abwarten, Tee trinken und hoffen, dass beim nächsten Kader zumindest der Käse wieder da ist.