Deutschlands Fußball-Nationalteam wird bei der WM 2026 in Himmelblau auflaufen. Die Entscheidung sorgt für erhitzte Gemüter - und das nicht nur wegen der Farbwahl. Adidas begründet den radikalen Schritt mit "klimabedingter Hitzebeständigkeit". Blau reflektiere die Sonne angeblich besser als Schwarzrotgold, heißt es aus Herzogenaurach. Kritiker sprechen von "klimapolitischer Verweichlichung".
Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigt sich begeistert: "Das neue Trikot ist perfekt für unsere Taktik. Endlich können wir uns im gegnerischen Strafraum verstecken wie im Planschbecken." Der DFB bestreitet allerdings Gerüchte, wonach das Himmelblau gezielt gewählt wurde, um bei möglichen Vorrunden-Ausflügen in die Wüste nicht aufzufallen.
Die Spieler reagieren gemischt. Kai Havertz lobt die "beruhigende Wirkung der Farbe". Man fühle sich beim Passspiel "wie beim Sky-Surfen". Leroy Sané hingegen moniert die fehlende "Street-Credibility". "In Neukölln lacht man uns aus", sagt der Angreifer. "Da zieht keiner mit so einem Trikot abends um die Häuser."
Der Deutsche Fußball-Bund betont, die Farbwahl habe nichts mit der aktuellen Regenbogen-Debatte zu tun. "Wir stehen voll hinter Schwarzrotgold", versichert DFB-Sprecherin Ines Schmidt. "Aber wir müssen uns auch den veränderten gesellschaftlichen Realitäten stellen." Schmidt räumt allerdings ein, dass das Himmelblau "auch bei Verbandsvertretern in bestimmten Regionen Südosteuropas gut ankommt".
Der Fan-Verband kritisiert die Entscheidung scharf. "Wir wollen keine Farben sehen, die an unseren Vereinssiegern fehlen", sagt Vorsitzender Jürgen Bauer. "Nächstes Jahr kommen vielleicht noch rosa Trikots mit lila Streifen." Der Verband fordert eine Volksabstimmung über die Trikotfarbe.
Die Spieler selbst üben sich in Diplomatie. "Es ist eine neue Ära", sagt Kapitän Ilkay Gündogan. "Wir müssen uns den modernen Anforderungen stellen." Er räumt aber ein, dass er sich "etwas mehr Mut" bei der Farbwahl gewünscht hätte. "Vielleicht ein dezentes Grau oder ein dezentes Beige?"
Der DFB versichert, dass das Himmelblau nur eine vorübergehende Lösung ist. "Wir arbeiten bereits an einem neuen Design für die EM 2028", sagt Schmidt. "Dabei setzen wir auf erdige Töne - Braun oder Ocker." Das könne "durchaus auch ein Hinweis auf unsere spielerische Entwicklung" sein, fügt sie hinzu.
Unterdessen bietet der Österreichische Fußball-Bund seine Hilfe an. "Wir haben noch ein paar alte weiße Trikots im Keller", sagt ÖFB-Sprecherin Maria Hofer. "Die könnten wir den Deutschen leihen, falls das Himmelblau nicht klappt." Hofer betont, dass es sich dabei nicht um eine "spöttische Geste" handle. "Wir wollen nur helfen", sagt sie. "Im Fußball ist es wichtig, zusammenzuhalten. Vor allem, wenn man sich im Niemandsland der Farbwahl verirrt hat."