Die Musikmittelschule Eggenburg hat mit ihrer jüngsten Fotoausstellung eindeutig bewiesen, dass die etablierte Kunstszene gute Nacht sagen kann. Die Schülerinnen und Schüler, die normalerweise mehr auf ihrem Instrument herumklimpern, als durch den Sucher zu schauen, haben die Kunstwelt förmlich auf den Kopf gestellt.
Die jungen Künstler, die ihre Handys normalerweise für Selfies und Snapchats nutzen, haben sich der Herausforderung gestellt und Fotos geschossen, die Picasso vor Neid erblassen lassen würden. Die Themen reichten von "Katze auf dem Sofa" bis hin zu "Ketchup auf Pommes". Die Konkurrenz in den großen Museen dieser Welt kann sich wohl oder übel warm anziehen.
Die Eröffnung der Ausstellung war ein invitation-only-Event, auf dem sich die High Society Eggenburgs tummelte. Die lokale Presse war ebenfalls vertreten und verschoss sich sofort in die außergewöhnlichen Kunstwerke. Die Schüler staunten nicht schlecht, dass ihre Fotos tatsächlich so viel Aufmerksamkeit bekamen und überlegten, ob sie ihren zukünftigen Berufsweg vielleicht doch umorientieren sollten.
Der Höhepunkt des Abends war jedoch der Auftritt des Bürgermeisters, der in einer bewegenden Rede betonte, wie stolz er auf die Jugend Eggenburgs und ihre besonderen künstlerischen Fähigkeiten sei. Gerüchten zufolge hängt nun in seinem Büro ein besonders prachtvolles Werk mit dem Titel "Pfütze nach Regenschauer".
Eines ist klar: Die Musikmittelschule Eggenburg hat eindrucksvoll bewiesen, dass es keine Grenzen für Kunst gibt und dass man nicht unbedingt ein teures Hochschulstudium benötigt, um die Welt zu beeindrucken. Die Kunstszene muss sich in Zukunft wohl fragen, ob sie wirklich so exklusiv ist, wie sie immer behauptet hat. Die Schülerinnen und Schüler Eggenburgs haben gezeigt: Die Zukunft der Fotografie liegt in den Händen derer, die ihren Alltag mit offenem Auge erleben.