FIFA hat den israelischen Fußballverband wegen "mehrfacher Verstöße" gegen die Antidiskriminierungsverpflichtungen mit einer Geldstrafe von 150.000 Schweizer Franken belegt. Das klingt nach einer Strafe, ist aber in Wirklichkeit eine großzügige Zuwendung, die sich jeder Fanverband auf einem Zettel notieren wird.
Stell dir vor, du bist Fan von Beitar Jerusalem und hast gerade deinen Verein wegen rassistischen Verhaltens erwischt bekommen. Normalerweise würdest du jetzt Ärger erwarten. Aber nein, die FIFA schickt dir 165.000 Euro und verlangt, dass du bei drei Heimspielen ein Banner mit der Aufschrift "Fußball vereint die Welt – Nein zu Diskriminierung" aufhängst.
Das ist wie wenn man einen Hund dafür bestraft, dass er auf den Teppich macht, indem man ihm ein neues Halsband schenkt und ihn bittet, beim nächsten Mal draußen zu bleiben. Die Botschaft ist eindeutig: "Hier ist Geld, häng das Schild auf und mach weiter."
Die Fans von Beitar Jerusalem haben sich bisher als besonders kreativ erwiesen, wenn es darum geht, Minderheiten zu diskriminieren. Arabische Spieler wurden mit Affenlauten begrüßt, jüdische Spieler mit links-liberalen Ansichten als "Verräter" beschimpft. Die Kreativität kennt keine Grenzen.
Jetzt kommt die FIFA und sagt: "Hier ist euer Preis für diese tolle Arbeit. Bitte hängt dieses Banner auf und zeigt allen, dass ihr euch gebessert habt." Das ist als würde man einem Kind, das im Supermarkt ein Regal umgeworfen hat, sagen: "Super, du hast ja Talent! Hier ist ein Sticker und bitte pass beim nächsten Mal auf."
Die 165.000 Euro werden sicher gut angelegt sein. Vielleicht kauft der Verein davon neue Plakate für die Fankurve oder ein Banner mit der Aufschrift "Wir diskriminieren nicht – wir haben nur starke Meinungen." Die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Und die drei Pflichtspiele mit dem Aufklärungs-Transparent? Das wird ein Riesenspaß. Stell dir die Stimmung vor, wenn die Fans das Banner sehen und denken: "Wow, wir werden jetzt über Toleranz belehrt. Das ist ja wie im Kindergarten, nur mit mehr Bier und weniger Regeln."
Die FIFA hat mit dieser Strafe bewiesen, dass sie den Ernst der Lage erkannt hat. Sie hat erkannt, dass man mit Geld und einem Banner alles reparieren kann. Rassismus im Fußball? Kein Problem, wir schicken ein Schild und etwas Kleingeld.
Die wirkliche Frage ist: Was passiert, wenn die Fans das Banner ignorieren und weitermachen wie bisher? Wird die FIFA dann ein noch größeres Banner schicken? Vielleicht eines, das um den ganzen Platz geht? Oder wird sie einfach noch mehr Geld zahlen und hoffen, dass die Botschaft irgendwann ankommt?
Es ist eine schöne Vorstellung, dass Rassismus im Fußball mit ein bisschen Geld und einem Banner bekämpft werden kann. Die FIFA hat uns allen gezeigt, dass es so einfach ist. Jetzt können wir alle beruhigt sein und uns auf die nächste Runde rassistischen Verhaltens freuen, die sicherlich mit noch mehr Belohnungen einhergehen wird.
Denn eins ist klar: Wenn die FIFA mit 165.000 Euro und einem Banner reagiert, was wird sie dann tun, wenn die Fans wirklich Gas geben? Vielleicht schickt sie dann einen Clown zum Unterhalten oder organisiert eine Tombola für die diskriminierten Spieler.
Die Zukunft des Fußballs sieht rosig aus. Mit solchen innovativen Bestrafungsmethoden wird Rassismus bald der Vergangenheit angehören. Oder zumindest sehr gut finanziert sein.