Da staunten selbst die Fjorde: Während Mette-Marit noch immer versucht, sich von den peinlichen Epstein-Mails zu erholen, steht ihr Haakon wie ein Eisberg im Schmelzwasser bei. "Bei uns gilt: In guten wie in schlechten Mails", verkündete der Kronprinz in einer emotionalen TV-Erklärung, die selbst hartgesottene Norweger zu Tränen rührte.
Die Szene erinnerte an jene legendäre Operette, in der der Gatte seiner Frau treu bleibt, obwohl sie ein Verhältnis mit dem Milchmann hat. Nur dass hier der Milchmann ein verstorbener Sexualstraftäter war und die Operette in echt stattfindet. Haakon wirkte dabei so standfest wie ein Wikingerschiff im Sturm – nur dass sein Fundament nicht aus Holz, sondern aus ehelichem Zusammenhalt bestand.
"Mette ist fürsorglich, klug und wirklich stark", schwärmte Haakon mit jenen Augen, die man sonst nur bei Labrador-Welpen und treuen Ehemännern sieht. "Deswegen möchte ich sie immer in meinem Team haben, besonders wenn es herausfordernd wird." Man fragt sich, ob er damit die Herausforderung meint, tausend E-Mails an einen Sexualverbrecher geschrieben zu haben, oder einfach nur das übliche Eheleben.
Die Satire schreibt sich fast von selbst: Da sitzt ein Thronfolgerpaar vor laufenden Kameras und erklärt der Welt, dass die Frau trotz 1.000 E-Mails an Jeffrey Epstein immer noch die Richtige ist. Es ist, als würde man auf einer Pressekonferenz erklären: "Ja, meine Frau hat mit dem Metzger geschlafen, aber er war wenigstens ein guter Metzger!"
Besonders köstlich ist Haakons Erklärung, dass es sich bei den Epstein-Mails nur um "Geplänkel unter Freunden" handelte. Man stelle sich vor, wie das in anderen königlichen Kreisen ankommt: "Oh, Charles, ich habe gerade mit Jeffrey Epstein geplänkelt!" - "Wie reizend, Camilla, ich habe mit meinem Autobenz gleich Geplänkel gemacht!"
Die Krönung aber ist Mette-Marits Aussage, sie wünsche sich, Jeffrey Epstein nie getroffen zu haben. Als wäre das so, als würde man sagen: "Ich wünschte, ich hätte nie diesen netten Kerl kennengelernt, der sich später als Massenmörder entpuppte." Die Norweger sind stolz auf ihre Kronprinzessin – stolz darauf, dass sie selbst bei Freundschaft mit Sexualstraftätern so elegant bleibt wie eine Eiskunstläuferin auf K2.
Bleibt die Frage: Was kommt als Nächstes? Wird Haakon vielleicht Epstein sogar als Trauzeuge für die nächste Generation vorschlagen? Immerhin steht er ja zu seiner Frau – in guten wie in schlechten Mails.