Wer kennt das nicht? Man fährt gemütlich durch die Gegend und plötzlich taucht ein 70-jähriger Senior auf, der offenbar den Verkehr mit einem Demenz-Test verwechselt hat. Der slowakische Lkw-Lenker hatte wohl gedacht, er hätte seinen Dienst beendet, als plötzlich ein Kleintransporter vor ihm auftauchte, als wäre er von einem GPS mit Persönlichkeitsstörung gesteuert worden.
Der Pensionist muss wohl gedacht haben, der Lkw sei ein fahrender Notdienst für Menschen, die ihre Orientierungsfähigkeit verloren haben. Leider hat er den Slowaken nicht vorher gefragt, ob er als mobiler Gedächtnistrainer tätig sein möchte. Stattdessen entschied er sich für die direkte Methode: frontal in die Seite eines fahrenden 40-Tonners krachen.
Die Freiwillige Feuerwehr Enns hatte danach alle Hände voll zu tun - nicht nur, weil sie den Senior aus seinem Auto befreien mussten, sondern auch, weil sie ihm vermutlich erklären mussten, dass er gerade nicht in einer Fahrstunde für geistig verwirrte Senioren war. Die Ersthelfer am Unfallort hatten vermutlich alle denselben Gedanken: "Schatz, ich glaube, Opa hat wieder ohne Erlaubnis die Autoschlüssel genommen."
Der Lkw-Lenker wird sich jetzt wohl überlegen, ob er in Zukunft eine Altersbegrenzung für diejenigen einführt, die ihm auf seiner Route begegnen dürfen. Vielleicht ein Schild am Führerhaus: "Keine Senioren über 69 - Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen." Die Polizei ermittelt unterdessen, ob der Pensionist vielleicht gedacht hat, er sei in einem Videospiel und könnte einfach durch Wände fahren. In diesem Fall wäre der Lkw nur das nächste Level gewesen, das er nicht bestanden hat.