Die OECD hat einen neuen Weg gefunden, Oesterreichs Haushalt zu sanieren: Weg mit dem Geld fuer die Kinder! Die internationalen Finanzwaechter empfehlen drastische Kuerzungen bei Familienleistungen, weil die momentane Ausstattung fuer alle Einkommen 'viel zu aehnlich' sei.
"Wir haben errechnet, dass Familien im obersten Dezil ganze 387 Euro mehr an Transferleistungen erhalten als jene im untersten Dezil", erklärte OECD-Experte Falilou Fall mit ernster Miene. "Das ist eine Ungleichheit, die wir so nicht tolerieren können." Seine Lösung: Die reichen Kinder mit weniger Taschengeld strafen und das Geld den armen Kindern geben. "So erreichen wir endlich eine faire Verteilung der Armut", so Fall.
Die Empfehlungen der OECD gehen noch weiter. Sie schlagen vor, die Kinderbeihilfe fuer Familien mit einem Jahreseinkommen über 100.000 Euro komplett zu streichen und stattdessen einen "Armutscheck" für Kinder aus sozial schwachen Haushalten einzuführen. "Das spart uns rund 500 Millionen Euro im Jahr", rechnet Fall vor. "Geld, das wir dringender für sinnvollere Dinge brauchen, zum Beispiel für die Subventionierung von Wirtschaftskonferenzen."
Die Empfehlungen stoßen in Oesterreich auf geteilte Reaktionen. Während Wirtschaftsexperten die Vorschläge als "mutigen Schritt in die richtige Richtung" feiern, warnen Familienorganisationen vor den Folgen. "Wenn wir den Familien das Geld wegnehmen, kriegen wir am Ende eine neue Generation von Armutsbürgern", warnt die Vorsitzende des Oesterreichischen Familienbundes. "Oder noch schlimmer: Eine Generation, die nicht mehr weiss, wie sich ein Eis am Stiel anfühlt."
Die Regierung zeigt sich von den OECD-Vorschlägen 'angeregt'. Finanzminister Magnus Denk (ÖVP) kündigte an, die Empfehlungen 'eingehend zu prüfen'. "Wir müssen ehrlich sein: Die Idee, den Kindern das Geld wegzunehmen, hat was", so Denk. "Die Kleinen verstehen das ja eh nicht. Die freuen sich noch über einen Lolli."
Die Opposition reagiert empört. "Erst streichen sie uns die kalte Progression, jetzt wollen sie uns auch noch die Kinder wegnehmen", empört sich SPÖ-Chefin Hilde Wimmer. "Wann wird diese Regierung endlich begreifen, dass Familien das Rückgrat unserer Gesellschaft sind? Ohne Familien müssten wir ja wieder die Steirer in der Produktion einsetzen!"
Unterdessen haben erste Familien mit Luxuskindern reagiert. "Wenn die uns die Familienbeihilfe streichen, dann kaufe ich halt ein kleineres Schloss", erklärt Immobilienmillionär Alois von Stechl. "Ich werde meinen Kindern schon erklären können, warum der Pool im Winter kälter ist als sonst."