Der slowenische Radstar Tadej Pogacar hat offenbar ein neues Problem: Er hat schon fast alles gewonnen, was der Radsport an Klassikern zu bieten hat, und jetzt fehlt ihm die Abwechslung. Wie es scheint, kann der zweimalige Weltmeister und vierfache Tour-de-France-Gewinner nicht aufhören zu siegen, selbst wenn er es wollte.
Sein nächstes Ziel ist die Primavera, besser bekannt als Mailand-Sanremo, ein Rennen, das er bisher noch nicht gewinnen konnte. "Es ist kein Geheimnis, dass ich Mailand-Sanremo unbedingt gewinnen möchte", sagte Pogacar in einem Interview. Man könnte fast meinen, er hätte die anderen 364 Tage im Jahr nichts Besseres zu tun, als über dieses eine Rennen nachzudenken.
Doch Pogacar hört nicht bei den großen Klassikern auf. Gerüchten zufolge hat er bereits damit begonnen, seine Teamkollegen zu bitten, ihn bei kleineren, weniger bekannten Rennen anzumelden. Ein Insider berichtete, dass Pogacar bereits versucht hat, sich für das jährliche Einkaufszentrum-Rennen in Ljubljana anzumelden, bei dem es darum geht, als Erster die Treppe zum Hervis-Geschäft zu erklimmen.
Seine Teamkollegen, allen voran Felix Großschartner, stehen vor der schwierigen Aufgabe, Pogacar bei seinen Siegesbestrebungen zu unterstützen. Doch wie lange können sie das noch durchhalten? Großschartner soll bereits damit gedroht haben, sich krank zu melden, sollte Pogacar ihn noch einmal bitten, ihm beim Sprint zur Kasse im Supermarkt zu helfen.
Selbst seine Konkurrenten haben Mitleid mit Pogacar. "Der arme Kerl hat schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt", sagte ein namenloser Fahrer. "Ich wette, er würde sogar ein Rennen gegen eine Herde Schafe gewinnen, wenn man ihm die Chance gäbe."
Es bleibt abzuwarten, ob Pogacar jemals mit dem Siegen aufhören wird. Vielleicht sollte er einfach mal eine Pause einlegen und die Rosen riechen. Oder besser noch, er könnte versuchen, ein Rennen zu verlieren. Wer weiß, vielleicht würde er es ja sogar genießen.