Die Spanier haben eine geniale Idee gehabt: Wenn das Benzin zu teuer wird, dann einfach die Steuern drastisch senken! Das ist so clever, dass man sich fragt, warum nicht schon früher jemand darauf gekommen ist. Vermutlich weil die meisten Politiker noch nie einen Taschenrechner in der Hand hatten.
In Madrid haben sie jetzt die Mehrwertsteuer auf Sprit von 21 auf 10 Prozent halbiert. Das ist so, als würde man einen fetten Menschen auffordern, die Hälfte seines Doppelcheeseburgers wegzulassen - er isst zwar weniger, ist aber immer noch ein fettes Kalb. Das Benzin bleibt trotzdem teuer, nur halt etwas weniger teuer. Ein echter Durchbruch!
Die spanische Regierung will außerdem die Sondersteuer auf Kohlenwasserstoffe abschaffen und die Stromsteuer senken. Das klingt nach einer großartigen Idee, bis man merkt, dass die Regierung damit ihre Einnahmen halbiert. Aber keine Sorge, in Spanien zahlt ja ohnehin kaum jemand Steuern, also ist das kein Problem.
In Österreich reagieren die Experten mit Fassungslosigkeit. "Das ist ja wie wenn man einem ertrinkenden Menschen eine Gießkanne reicht und sagt: Hier, damit kannst du das Wasser wegschütten", sagt ein Wiener Tankstellenbesitzer. "Die Leute fahren jetzt alle nach Spanien zum Tanken und kommen nie wieder zurück."
Die österreichische Regierung überlegt unterdessen, dem spanischen Beispiel zu folgen. Der Plan: Die Mineralölsteuer senken und die Gewinnspanne für Raffinerien begrenzen. Das klingt nach einer großartigen Idee, bis man merkt, dass damit die heimische Industrie kaputt gemacht wird. Aber hey, Hauptsache das Benzin ist billiger!
In der Bevölkerung herrscht Begeisterung. "Endlich kann ich mir wieder einen Ausflug ins Grüne leisten", sagt ein pensionierter Lehrer. "Ich fahre dann mit dem Auto nach Spanien und tanke dort voll. Für den Rückweg nehme ich dann den Bus." Ein anderer meint: "Ich überlege, meinen alten Opel zu einem Wohnmobil umzubauen und dauerhaft nach Mallorca zu ziehen. Dort kann ich dann mit dem Geld, das ich beim Tanken spare, die Miete bezahlen."
Die Ölkonzerne reagieren mit Fassungslosigkeit auf die Steuersenkung. "Das ist ja wie wenn man einem Kind Süßigkeiten wegnimmt und ihm dann sagt, es soll damit aufhören zu weinen", sagt ein Sprecher von Shell. "Die Leute kaufen trotzdem Benzin, nur halt weniger. Und dann beschweren sie sich, dass wir zu viel Gewinn machen."
Die Umweltschützer sind ebenfalls empört. "Das ist ja wie wenn man einem Alkoholiker sagt, er soll weniger trinken, ihm dann aber ein Fass Bier schenkt", sagt ein Greenpeace-Sprecher. "Die Leute fahren jetzt noch mehr Auto und produzieren noch mehr CO2. Aber hey, Hauptsache das Benzin ist billiger!"
Insgesamt ist die Stimmung in Europa geteilter Meinung. Die einen jubeln über die billigeren Spritpreise, die anderen fürchten um ihre Arbeitsplätze. Aber eines ist sicher: Die Autofahrer werden weiterhin jammern, egal wie teuer oder billig das Benzin ist. Das ist das schöne an der Demokratie - jeder hat das Recht, sich über alles zu beschweren.