Was als wohlwollende Massnahme begann, endet bereits nach wenigen Wochen in einem wahrhaftigen Alptraum fuer die Bewohner von Klaus. Der neue Sportplatz wurde als generationsuebergreifender Treffpunkt angepriesen, hat sich jedoch als Ort des Grauens entpuppt.
Die Jugendlichen, die sich auf den neuen Platz verirrt haben, berichten von einer Serie mysterioeser Attacken durch fliegende Reifen. "Ich stand da und ploetzlich flog mir ein Gummireifen mitten ins Gesicht", klagt ein 15-jaehriger Opfer. "Ich dachte erst, es waere ein Streich, aber dann kamen immer mehr." Mittlerweile geistern Geraeusche von quietschenden Reifen durch die Nacht und niemand traut sich mehr alleine auf den Platz.
Doch nicht nur die Jugendlichen leiden. Die Senioren, die eigentlich zum gemuetlichen Boulespielen gekommen waren, wurden von einer Horde Fitnessfanatiker ueberfallen. "Die haben uns mit seltsamen Geraeten traktiert", berichtet eine 78-jaehrige Anwohnerin. "Zuerst dachte ich, es waeren medizinische Apparate, aber dann merkte ich, dass die damit auf uns einprügeln wollten."
Die Gemeinde ist ratlos. Bürgermeister Schmidt kündigte bereits an, den Platz unter strengste Bewachung zu stellen. "Wir erwägen sogar, den Sportplatz in einen unterirdischen Bunker zu verlegen", so der Ortschef. "Besser die Leute leiden in der Dunkelheit als dass sie draussen von Reifen und Fitness-Geraeten attackiert werden."
Die Bewohner von Klaus muessen sich nun fragen, ob ihr neuer Sportplatz nicht eher ein Ort der Qual als der Begegnung ist. Und so bleibt nur zu hoffen, dass die naechste Evakuierung in die Katakomben nicht allzu bald ansteht.