Jetzt ist es amtlich: Der Sonntag wird wieder traurig. ARD hat den Hahn bei Stefan Mross zugedreht, der seit 30 Jahren ununterbrochen Menschen mit "Mutter ich will Schlager" auf den Bildschirm gezwungen hat. Angeblich will der Sender jetzt Geld sparen, doch Insider vermuten: Man hat einfach keine Lust mehr, jeden Sonntag dieselben Frisuren und Liedtexte aus den 90ern zu ertragen.
Die Show soll zwar noch zwölf Mal live ausgestrahlt werden, aber das ist nur der letzte Aufbäumversuch eines Genres, das längst in der Versenkung verschwunden ist. Die Schlagerfans, allesamt Menschen mit Migrationshintergrund aus den 70ern, werden jetzt wieder auf Mallorca nach deutscher Musik suchen müssen. Dort können sie sich wenigstens nicht anstecken.
Hinter den Kulissen soll es bereits zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen sein. Mross soll seinen Produzenten vorgeworfen haben, nicht mehr zeitgemäß zu sein. Die Produzenten wiederum hätten argumentiert, dass es schwierig sei, zeitgemäß zu sein, wenn das Konzept aus der Zeit gefallen ist. Ein Insider berichtet: "Die haben sich gestritten wie ein altes Ehepaar, das sich nur noch mit Zitaten aus alten Schlagerliedern unterhalten kann."
Die Fans sind geschockt. Viele fürchten nun, wieder ins richtige Leben zurückkehren zu müssen. "Was soll ich nur sonntags machen?", fragt eine treue Zuschauerin. "Ich kann doch nicht einfach ohne Schlager aufwachen." Andere fürchten, dass nun die Frisur wieder zum Vorschein kommt, die sie sich seit Jahrzehnten mühsam unter einer Perücke verstecken.
Mross selbst soll bereits an einem neuen Format arbeiten. Angeblich plant er eine Show namens "Immer wieder Montag", bei der er einfach die Songs von Sonntag eine Woche später wiederholt. Die ARD hat bereits abgelehnt mit der Begründung, man wolle kein "Schlager-Déjà-vu" im Programm haben. Man prüfe stattdessen eine Doku-Serie namens "Die letzten Schlagerfans - Ein Nachruf".