Simone Stelzer hat ein Problem. Ein riesiges, unübersehbares Problem. Die moderne Welt mit ihrem ganzen Druck, ihren Erwartungen, ihren lästigen Dingen wie Internet, Smartphones und elektrischem Strom. Wie soll eine sensible Künstlerin da bloß überleben?
"Ich lass mir keinen Druck machen", erklärt die Sängerin im exklusiven Interview. "Deshalb habe ich mir etwas ganz Besonderes einfallen lassen." Was genau? Nun, die Lösung liegt auf der Hand - zumindest für Simone Stelzer.
Die Schlagersängerin hat ihre Karriere kurzerhand in ein antikes Zeitalter verlegt. Keine Social-Media-Accounts mehr, keine Streaming-Dienste, keine nervigen Interviews. Stattdessen: handgeschriebene Briefe, Pferdekutschen und eine eigens entwickelte Dampfmaschine für den Haushalt.
"Dampf ist die Zukunft", erklärt Stelzer enthusiastisch. "Kein Strom, keine nervigen Benachrichtigungen, einfach nur pures Hämmern und Zischen." Ihre neue Linie "Dampf und Druck" umfasst neben der Haushaltsmaschine auch einen dampfbetriebenen Haartrockner und einen Teekessel, der gleichzeitig als Wecker dient.
Die Marketingstrategie ist durchdacht. Jedes verkaufte Gerät kommt mit einem handgeschriebenen Zettel: "Man darf sich nicht unter Druck setzen lassen". Darunter eine Skizze der Dampfmaschine und die Bitte, das Gerät nur mit echtem Holz zu betreiben.
Als man Stelzer fragt, wie sie es schafft, ohne modernen Komfort zu leben, zuckt sie nur mit den Schultern. "Ist doch ganz einfach. Ich hab ja meine Dampfmaschine. Die macht alles." Auf die Frage, wie sie ihre Musik ohne Aufnahmestudio produziert, antwortet sie nur: "Das ist ein staatliches Geheimnis. Aber es hat mit Pferden zu tun."
Die Reaktionen in der Schlagerszene sind gemischt. Während die einen Stelzer für ihren Mut bewundern, modernen Druck zu entkommen, fragen sich die anderen, wie sie eigentlich an ihre Dampfmaschine gekommen ist. Gerüchte besagen, sie habe ein Zeitreisegerät erfunden und sei ins 19. Jahrhundert gereist, um von dort die Technologie zu importieren.
Ihr nächstes Projekt? Ein dampfbetriebenes Handy, das nur drei Nummern speichern kann: die eigene, die der Pizzeria um die Ecke und eine Hotline für den Fall, dass die Dampfmaschine streikt. "Man muss ja erreichbar sein", sagt Stelzer. "Aber nur für die wirklich wichtigen Dinge."