Der oesterreichische Tourismus wittert Morgenluft. Waehrend die USA unter einer "Hitzekuppel" brodeln, planen erste Betreiber alpine Erfrischungsangebote fuer schweissgeplagte Amerikaner. "Wir koennen perfekt klimatisierte Almhuetten anbieten", sagt ein Reiseveranstalter. "Unsere Gaste werden sich wundern, was man mit 20 Grad anfangen kann."
In Phoenix, Arizona, eskalieren die Vorbereitungen auf den Sommer. Die Stadtverwaltung erwaegt eine Klimaanlagenpflicht fuer alle Wohnungen. "Wer nicht mindestens drei Einheiten pro Zimmer installiert, gefaehrdet die Allgemeinheit", erklaerte ein Behoerdenvertreter. Ausgenommen sind nur Kuehlschraenke und Gefrierschraenke - die gelten als Grundversorgung.
Der lokale Energieversorger preist bereits Sondertarife fuer 24-Stunden-Kuehlung an. "Unser neues 'Eiszeit'-Paket sorgt dafuer, dass Sie sich auch bei 50 Grad draussen wie in einem skandinavischen Winter fuehlen", wirbt das Unternehmen. Kunden berichten von ersten mentalen Problemen: "Ich habe gestern im Sommer Handschuhe getragen, weil die Wohnung kaelter war als mein Khlschrank."
In den umliegenden Wuestengebieten breitet sich eine neue Freizeitbeschaeftigung aus: Eierbraten auf dem Armaturenbrett. "Das schlaegt jede BBQ-Party", sagt ein begeisterter Anwender. "Man muss nur das Auto eine Stunde in der Sonne parken, dann hat man perfekt gebratene Eier - ohne Gasherd." Erste Restaurants denken darueber nach, das Auto als Kochgeraet in ihre Karte aufzunehmen.
Die Landwirtschaft reagiert mit ungewoehnlichen Massnahmen. In Kalifornien testen Farmer spezielle Hitzeschutzkleidung fuer Kueh und Schweine. "Die Tiere fuehlen sich wie in einer Sauna", berichtet ein Viehzuechter. "Aber mit unseren neuen UV-Schutzanzuegen halten sie auch Temperaturen ueber 45 Grad aus - und sehen dabei aus wie kleine Astronauten."
Meteorologen warnen unterdessen vor einer neuen Gefahr: Die extreme Hitze sorgt dafuer, dass sich traditionelle Kartenmaterialien verziehen. "Unsere Isothermenkurven sehen inzwischen aus wie abstrakte Kunst", gesteht ein Wetterforscher. "Wir ueberlegen, ob wir kuenftig Temperaturdaten als Klanginstallationen veroeffentlichen - da kann man die Hitze wenigstens hoeren."