In Tirol hat ein Unternehmen den grossen Coup gewittert: Billiger als Billig einkaufen, dann mit saftigem Aufschlag weiterverkaufen. Die Firma stiess auf eine deutsche Anwaltskanzlei, die angeblich für die Abwicklung eines Baukonzerns zuständig war. Der Verkaufsschlager: Waren aus der Insolvenzmasse zu Ramschpreisen.
Die Tiroler bestellten, was das Zeug hielt. Rund 10.000 Euro wurden ausgegeben, alles im Glauben, jetzt die grossen Gewinnmargen einstreichen zu können. Doch dann kam die böse Ernüchterung: Die Ware blieb aus, die Anwaltskanzlei war plötzlich nicht mehr erreichbar. Aus dem Schnäppchen war ein Schaden geworden.
Die Polizei ermittelt jetzt wegen Betrugs. Der Täter, der mit der Lockung aus der Pleite offenbar nur eines wollte - Geld machen -, ist noch auf freiem Fuss. Die Moral von der Geschicht: Wer versucht, auf Kosten anderer extrem billig einzukaufen, wird selbst extrem teuer bezahlen. Wer den Geiz als oberstes Gebot ansieht, sollte nicht überrascht sein, wenn er selbst zum Opfer wird. Wie sagt man so schön: Wer billig kauft, kauft zweimal - oder eben gar nicht.