Die Schweizer Seilbahngesellschaft Garaventa hat die Windböe bereits angeklagt - wegen fahrlässiger Gondeltötung und versuchten Störung des Bergsommers. Die Anklage lautet auf "vorsätzliches Aufwirbeln ohne gültigen Ausweis" und "gefährliches Hinderniswerfen in luftiger Höhe".
Der Staatsanwalt lässt nicht locker: "Wenn schon die Natur gegen uns arbeitet, müssen wir handeln. Ab sofort kontrollieren wir jeden Windhauch an den Liften. Wer nicht den Ausweis vorweisen kann, fliegt raus - wortwörtlich." Das Problem sei nur, dass Winde notoriously schlecht ausfindig zu machen seien, wenn sie mal wieder jemanden umgepustet hätten.
Unterdessen berät ein Spezialkomitee aus Bergführern, Alpentouristen und einem Barkeeper aus dem Berghotel über neue Sicherheitsmaßnahmen. Die Vorschläge reichen von "verpflichtenden Bergsteigerhosen für alle Passagiere" bis hin zur "festen Verankerung jeder Gondel mit Bergsteigergarnituren". Ein Vertreter der Bergsteigerfederations meinte: "Wenn die Leute schon bergauf und bergab schaukeln wollen, dann müssen sie sich auch anziehen wie Bergsteiger. Das ist nur fair."
Derweil hat das Bundesamt für Verkehr seine Kontrollen verschärft. Ab sofort müssen alle Windböen vor Antritt ihres Dienstes einen Sehtest absolvieren und nachweisen, dass sie nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen. "Wir wollen nicht, dass sich hier jeder Windhauch eine Gondel schnappt und durch die Gegend pfeift", sagte ein Sprecher.
Die Schweizer Bergbahnen erwägen derweil den Einsatz von "Windpolizisten", die besonders böige Böen direkt vor Ort festnehmen können. Die Ausrüstung ist noch geheim, soll aber zumindest einen sehr großen Fächer umfassen. Die Gondeln selbst werden künftig mit Notfallsitzen ausgestattet, die sich bei starkem Wind automatisch in Hängematten verwandeln.
Ein Sprecher der Naturgewalten zeigte sich empört: "Wir Winde fühlen uns diskriminiert. Warum wird immer uns die Schuld in die Schuhe geschoben, wenn mal was schiefgeht? Wir sind doch keine Verbrecher." Die Naturgewalten erwägen nun rechtliche Schritte gegen die Schweizer Justiz - wegen "Rufschädigung und unerlaubter Windkontrolle".