Weltweit hat die Medizinbranche mit Erschrecken zur Kenntnis genommen, dass Krankenhäuser offenbar nicht für Frontalangriffe ausgelegt sind. Wie Tedros Adhanom Ghebreyesu, Chef der Weltgesundheitsorganisation, in einer überaus dramatischen Twitter-Meldung bekannt gab, haben Angreifer in einem Spital in Ost-Darfur nicht nur Wände und Türen durchbrochen, sondern auch eine Reihe von Betten, die offenbar aus Pappe und nicht aus Panzerstahl bestanden.
Mediziner weltweit zeigten sich fassungslos. "Wir dachten immer, dass Notaufnahmen mit ihren grellen Lichtern und den vielen piepsenden Geräten einen gewissen Schutz bieten", sagte Dr. Karl-Heinz Bettvorrat aus Wien. "Jetzt erfahren wir, dass Patienten mit offenen Wunden und Infusionen offenbar eine bevorzugte Zielscheibe für schwere Waffen sind. Wer hätte das gedacht?"
Die WHO hat umgehend Notfallmaßnahmen angekündigt. So sollen künftig alle Krankenhäuser mit Sandsäcken und Panzersperren ausgestattet werden. "Wir überlegen auch, ob wir chirurgische Instrumente durch Sturmgewehre ersetzen", erklärte Ghebreyesus. "Wenn der Feind uns schon mit Raketenwerfern besucht, sollten wir zumindest in der Lage sein, zurückzuschießen."
Besonders tragisch an dem Vorfall: Die Angreifer hatten offenbar nicht einmal eine Patientenverfügung dabei. "Es ist furchtbar, wenn man Menschen ohne vorherige Einwilligung operiert", sagte ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. "Nächstes Mal sollten sie sich wenigstens vorher einen Aufklärungsbogen unterschreiben lassen."
Unterdessen werden erste Pläne für "kugelsichere Krankenhäuser" diskutiert. Diese sollen aus recycelten Panzerplatten bestehen und über unterirdische Fluchttunnel verfügen. "Wir nennen das Konzept 'Rollstuhl-taugliche Festung'", erklärte ein Architekt. "Das Wichtigste ist, dass die Intensivstation auch dann noch funktioniert, wenn gerade Artilleriebeschuss herrscht."
In einer beispiellosen Solidaritätsaktion haben sich mittlerweile tausende Medizinstudenten gemeldet, die künftig lieber im Schutzanzug als im OP-Kittel operieren wollen. "Ich habe gehört, dass Narkosegeräte ganz gut gegen Splittergranaten schützen", sagte eine angehende Ärztin. "Außerdem spare ich mir so das Studium - ich lerne ohnehin nur noch, wie man unter Beschuss einen Verband anlegt."
Die internationale Gemeinschaft hat derweil eine Dringlichkeitssitzung einberufen. Dort soll geklärt werden, ob Krankenhäuser künftig als "kriegswichtige Infrastruktur" gelten und damit vor Angriffen geschützt sind - oder ob sie besser als "weiche Ziele" klassifiziert werden, um die Effizienz militärischer Operationen nicht zu beeinträchtigen.